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Start für 50-Millionen-Projekt auf Deponie Ihlenberg

Selmsdorf Start für 50-Millionen-Projekt auf Deponie Ihlenberg

Entsorgungsgesellschaft IAG will alten Abfall auf 54 Hektar Fläche abdecken / Die Vorarbeiten dafür haben begonnen

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„„Wir reden über einen Zeitraum von zwölf Jahren.“Beate Ibiß Geschäftsführerin der IAG

Selmsdorf. 50 bis 60 Millionen Euro wird die Ihlenberger Abfallentsorgungsgesellschaft (IAG) in den kommenden Jahren in die endgültige Abdeckung von 54 Hektar des Altbereichs der Deponie investieren. Erste Vorarbeiten für die „Teilstilllegung“ haben begonnen.

„Wir reden über einen Zeitraum von zwölf Jahren und hoffen, dass auch regionale Firmen zum Zuge kommen“, sagt Beate Ibiß, kaufmännische Geschäftsführerin des landeseigenen Unternehmens. Geplanter Start: 2018. Gebraucht werden mehr als zwei Millionen Tonnen Erdbaustoffe. Um die Arbeiten vorzubereiten, lässt die IAG derzeit auf einem Hochplateau der Deponie eine Betriebsstraße herstellen.

Fahrzeuge sollen sie benutzen und Material für Profilierungen abkippen. Ziel ist, Böschungen herzustellen, um Wasser im freien Gefälle ableiten zu können. Die derzeitigen Arbeiten beginnen morgens um 6 Uhr und reichen bis in die frühen Abendstunden, längstens bis 19 Uhr.

Weitaus größer als die derzeitige Baustelle ist das Gebiet, auf dem die IAG die endgültige Oberflächenabdeckung aufbringen wird. „In der Planung haben wir etwa 54 Hektar“, sagt der technische Geschäftsführer Norbert Jacobsen. Aufgebracht werden mehrere Schichten. Ganz oben eine rund ein Meter dicke Rekultivierungsschicht, „ganz normaler Boden“, wie Jacobsen erläutert. Darunter: eine mineralische Entwässerungsschicht, ein Dichtungskontrollsystem, eine mineralische Dichtung aus Ton und Lehm sowie eine Gas-, Trag- und Ausgleichsschicht. Am Ende soll der darunter liegende Abfall von der Umwelt abgeschlossen sein. Die jetzige Zwischenabdeckung wird vorher entfernt. Die IAG hofft auf eine Genehmigung im Herbst 2016. Die maximale Abfallhöhe wird nach den Setzungen 118 Meter über Normalnull betragen.

Auf rund 17 der 54 Hektar der endgültigen Oberflächenabdeckung will die IAG Photovoltaikanlagen errichten. Derzeit läuft eine Umweltverträglichkeitsprüfung für das Projekt.

Ebenfalls in der Planungsphase befindet sich ein „Sondergebiet Kirchenholz“ auf einem Teil des Deponiegeländes, der nicht zum Abkippen von Abfall verwendet wird. „Es ist ein etwa zehn Hektar großes Gebiet“, erläutert Norbert Jacobsen. Das Ziel: Firmen ansiedeln. Ihren Fokus legt die IAG dabei auf Betriebe der Kreislauf- und Abfallwirtschaft.

Noch nicht fest steht, welche Zufahrt das „Sondergebiet Kirchenholz“ bekommen wird. Die IAG strebt eine Zufahrt von der B 104 an, die sowohl in Richtung der neuen Betriebe als auch in Richtung Deponie führt. Jürgen Lenz

OZ

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