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Start-up kämpft gegen Keime

Stralsund Start-up kämpft gegen Keime

Stralsunder Erfindung verbessert Hygiene in Kliniken

Stralsund. . Wie lässt sich die Hygiene im Krankenhaus verbessern? Diese Frage beschäftigt Maik Gronau, seit er vor vier Jahren selbst im Krankenhaus lag. Dann kam dem damals 22-jährigen Wirtschaftsinformatik-Studenten aus Stralsund eine simple Idee: Gemeinsam mit seinem Kommilitonen Dirk Amtsberg (30) entwickelte Gronau ein System, das das Klinikpersonal regelmäßig daran erinnert, sich die Hände zu desinfizieren.

Denn im stressigen Krankenhaus-Alltag geht diese Routineaufgabe oft unter. Das kann fatale Folgen haben. „Etwa eine Million Patienten erleiden während ihres Krankenhausaufenthaltes eine Infektion.

Circa 15000 bis 30000 Menschen sterben daran“, sagt Peter Walger, Arzt und Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene.

Insgesamt lasse sich rund die Hälfte aller Infektionen verhindern. Auch der längere Krankenhaus-Aufenthalt kommt die Krankenkassen teuer zu stehen. Hygiene ist deshalb das A und O.

Genau hier kommt die Erfindung von Maik Gronau und seinen Kollegen zum Einsatz.

Das Prinzip ist einfach: An jedem Desinfektionsspender im Krankenhaus ist ein Empfänger angebracht. Jeder Mitarbeiter trägt einen Sender am Kittel. Immer wenn er den Spender betätigt, wird ein Signal ausgelöst. Dadurch erfasst das System, welche Berufsgruppe sich wie oft die Hände desinfiziert.

Vor zwei Jahren gründeten die Erfinder das Unternehmen GWA Hygiene. An ihrem Sitz im Innovations- und Gründerzentrum Stralsund beschäftigen die jungen Unternehmer mittlerweile drei Festangestellte und drei Praktikanten. Mit dem Klinikum Lüneburg haben sie seit Herbst vergangenen Jahres auch ihren ersten Kunden.

Leonard Kehnscherper

OZ

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