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Stasi-Beauftragte rechnet mit weiteren DDR-Fluchtopfern

Schwerin Stasi-Beauftragte rechnet mit weiteren DDR-Fluchtopfern

Nach Angaben von Anne Drescher ist die Aufarbeitung des DDR-Unrechts noch längst nicht abgeschlossen. Viele Täter von damals würden heute erst enttarnt, wenn Opfer die Kraft fänden, über diese Zeit zu sprechen.

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Anne Drescher, Landesbeauftragte für Stasi-Unterlagen, sichtet Akten.

Quelle: Bernd Wüstneck

Schwerin. Mecklenburg-Vorpommerns Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Anne Drescher, rechnet mit weiteren, noch unbekannten Fluchtopfern aus der DDR. „Es wird nie eine genaue Zahl geben, gerade bei der Gruppe derer, die ihre Flucht über die Ostsee wagten“, erklärte Drescher in Schwerin. „Bisher unbekannte Schicksale werden uns durch Familienanfragen und Aktenrecherchen sicher weiterhin begegnen.“ Bisher sind 327 Mauertote bekannt, 30 davon an der ehemaligen Grenze zwischen Dömitz und Dassow, wie das Justizministerium mitteilte.

Am Montag (5. Februar) ist es 28 Jahre, zwei Monate und 26 Tage her, dass die Mauer fiel – genau so lange hatte sie gestanden. Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) betonte: „Für meine Generation aus Ostdeutschland, die in Zeiten geschlossener Grenzen und mit Berliner Mauer geboren wurde, ist dieser 5. Februar 2018 ein denkwürdiger Tag.“

Die Aufarbeitung des DDR-Unrechts sei noch längst nicht abgeschlossen. Viele Täter von damals würden heute erst enttarnt, wenn Opfer die Kraft fänden, über diese Zeit zu sprechen. Daher dürfe es keine Fristen bei Anträgen auf Rehabilitierung und Wiedergutmachung sowie für Einsicht in die Akten der ehemaligen Staatssicherheit geben. Einer entsprechenden Bundesratsinitiative der ostdeutschen Länder ist bereits der Rechtsausschuss des Bundesrates gefolgt. Bisher gilt ein Antragsschluss am 31. Dezember 2019.

dpa/mv

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