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MV aktuell Stasi-Behörde im Land unterstützt Doping-Opfer
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00:00 03.02.2018

Schwerin. Die Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen erwartet in diesem Jahr einen starken Zulauf von Doping-Opfern und minderjährigen Insassen von psychiatrischen und Behindertenheimen in der DDR. Sie rechne mit mehr als 1000 Leistungssportlern im Nordosten, die vom Staatsdoping betroffen gewesen seien, sagte die Landesbeauftragte Anne Drescher gestern in Schwerin. Sie hätten oft gesundheitliche Folgeschäden und könnten bis Ende 2018 Leistungen nach dem Dopingopfer-Hilfegesetz beantragen. Die Behörde berate und unterstütze bei Aktenrecherchen und der Einholung ärztlicher Atteste. Wer als Kind oder Jugendlicher in der DDR in einer stationären Einrichtung der Psychiatrie oder Behindertenhilfe Leid und Unrecht erfahren habe, könne bis Ende 2019 Geld bei der Stiftung „Anerkennung und Hilfe“ beantragen. Auch dafür sei das Büro der Landesbeauftragten die zuständige Anlaufstelle in MV.

Im vergangenen Jahr haben sich 1059 Menschen an die Landesbeauftragte gewandt und damit 53 mehr als im Jahr 2016. Von den 1059 Männern und Frauen suchten 453 Rat und Unterstützung bei Rehabilitierungsverfahren und zur Schicksalsklärung. Diese hohen Antragszahlen unterstreichen Drescher zufolge die Notwendigkeit, die Antragsfristen der Rehabilitierungsgesetze für politisch Verfolgte aufzuheben.

In diesem Jahr plant Drescher unter anderem Ausstellungen und eine Gedenkveranstaltung zum Volksaufstand in der DDR vom 17. Juni 1953. Außerdem soll es eine erste Veröffentlichung zu den Behinderten- und Psychiatrieheimen in der DDR geben.

OZ

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