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MV aktuell Stasi-Landesbeauftragte berieten über 25 000 Betroffene
Nachrichten MV aktuell Stasi-Landesbeauftragte berieten über 25 000 Betroffene
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06:23 15.06.2018
Anne Drescher, Landesbeauftragte in MV für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR. Quelle: Bernd Wüstneck/archiv
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Schwerin

Die DDR-Vergangenheit wirkt bis heute auch in Mecklenburg-Vorpommern nach: Im vergangenen Jahr haben sich 1059 Bürger an die Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Anne Drescher, gewandt, wie die Behörde am Donnerstag zu ihrem 25-jährigen Bestehen mitteilte. Viele Menschen hätten in der DDR Unrecht erlitten und wollten Brüche in ihrer Biografie oder das Schicksal von Angehörigen klären, sagte Drescher. Seit der Gründung der Behörde 1993 seien es mehr als 25 000 Anfragen gewesen.

Das Büro der Landesbeauftragten mit aktuell vier festen und sechs befristeten Mitarbeitern berät die unterschiedlichsten DDR-Opfer. Dazu gehören Zwangsausgesiedelte aus dem Grenzgebiet zur alten Bundesrepublik ebenso wie Angehörige von Mauertoten, Zwangsdoping-Opfer oder auch rund 3500 ehemalige Heimkinder, die Entschädigung bekommen können.

„Fast 30 Jahre nach dem Ende der DDR werden unsere Beratungsangebote noch immer von vielen Menschen intensiv genutzt“, sagte Drescher. „Wichtig wäre daher, dass Rehabilitierungsanträge auch nach Ende 2019 noch gestellt werden können.“ Dies ist bisher nicht vorgesehen. Die betroffenen Menschen dürften nicht allein gelassen werden, ihre Schicksale nicht in Vergessenheit geraten, betonte die Beauftragte.

Der oder die Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen wird für jeweils fünf Jahre vom Landtag gewählt. Der erste Beauftragte, Peter Sense, hatte am 16. Juni 1993 sein Amt angetreten.

dpa/mv

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