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Sternschnuppen-Nächte: Astrofans in MV brauchen Glück

Rostock Sternschnuppen-Nächte: Astrofans in MV brauchen Glück

Perseiden im Anflug – warm einpacken und auf Wolkenlücken hoffen

Rostock. In kaum einer anderen Nacht dürften sich die Astro-Fans im Land so sehr gutes Wetter wünschen wie heute: Bis zu 170 Sternschnuppen pro Stunde regnen in der Zeit von 23 bis 4 Uhr auf die Erde. Dann kreuzt unser Planet die Bahn der Perseiden und die alljährlichen Sternschnuppen-Nächte feiern ihren Höhepunkt mit einem faszinierenden Feuerwerk. Doch wer das sehen möchte, braucht in Mecklenburg-Vorpommern viel Glück. Denn dem Wetter ist das Spektakel offenbar schnuppe. „Schon am Abend ziehen Wolken an der Ostsee auf und es ist die ganze Nacht dicht“, sagt Dominik Jung, Meteorologe vom Onlinedienst wetter.net.

 

OZ-Bild

Jan Lehmann hatte vergangenen Sommer Glück: Bei Sassnitz auf Rügen gelang ihm dieses tolle Sternschnuppen-Foto.

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Liebe Leser , wenn Sie den Sternschnuppen-Regen beobachten und ablichten, senden Sie uns Ihre Fotos. Einfach hochladen unter: www.ostsee-zeitung.de/leserfotos

Dabei könnte es die Nacht der Nächte für Sternengucker werden. Denn so viele Schnuppen wie jetzt fielen zuletzt im Jahr 2004 auf die Erde. Alljährlich zwischen Mitte Juli bis Ende August saust die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne durch die Perseiden – die Schweifspur, die der Komet „109P/Swift-Tuttle“ zurückgelassen hat. Doch nur alle zwölf Jahre kreuzt Jupiter den Meteorstrom und schiebt ihn Richtung Erde. Folge: In diesem Jahr dringen besonders viele der oft nur staubkorngroßen Bruchstücke in die Erdatmosphäre ein und bringen dort Luftmoleküle zum Leuchten.

Auch wenn Beobachter an der Ostsee den Höhepunkt der Perseiden wohl verpassen – einige Hobby-Astronomen können hoffen, einen Blick auf viele Nachzügler zu erhaschen. In der Nacht zum Sonnabend soll laut Deutschem Wetterdienst zumindest über Mecklenburg die Wolkendecke auflockern. Und bei so viel Sternschnuppen müsste sich der Wunsch auf freie Sicht doch erfüllen. Wer sich zum Schnuppen-Gucken die Nacht um die Ohren schlagen will, sollte sich warm anziehen, denn bei Temperaturen um die zwölf Grad wird’s frisch.

Zur Topadresse mit himmlischer Aussicht soll übrigens die Nossentiner/Schwinzer Heide an der Mecklenburgischen Seenplatte werden. Das Areal wird zu Norddeutschlands erstem „Sternenpark“ entwickelt.

Ziel ist es, Lichtverschmutzung wie durch Straßenlaternen möglichst gering zu halten, damit die Nacht mit ihren vielen tausend Sternen glänzen kann.

An eine der bei Nacht dunkelsten Stellen in MV zieht es dieses Wochenende Amateurastronomen aus dem ganzen Land. In Lohmen (Kreis Rostock) wollen sie ab heute beim 7. Mecklenburger Teleskoptreffen Interessierten ihre Technik zeigen.

Antje Bernstein

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