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MV aktuell Störe umkreisen Dänemark
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00:00 16.01.2015
Wustrow

Sie tummeln sich in der Ostsee und legen Hunderte Kilometer zurück. In brandenburgischen Flüssen ausgesetzte Jungstöre sind nahe Dänemark und Schweden entdeckt worden.

In die Oder entlassene Störe hätten es bis in den Bottnischen Meerbusen geschafft, den nordöstlichsten Zipfel der Ostsee, sagt Jörn Gessner, der am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei Berlin das Projekt zur Wiederansiedlung des Störs leitet. „Das sind 1200 Kilometer von zu Hause weg.“ Der markante Knochenfisch gilt in Deutschland seit Jahrzehnten als ausgestorben oder verschollen.

Mit dem 1996 gestarteten Projekt zum Wiederaufbau von Beständen des Europäischen und Baltischen Störs in den Flüssen in Nord- und Ostsee soll der Fisch wieder hierzulande heimisch werden. Als Faktoren für sein Aussterben gelten Überfischung, Verschmutzung der Gewässer und verbaute Wanderwege. Ziel ist es, dass sich Störe in freier Natur fortpflanzen.

Geht einer der Störe ins Netz, sind Fischer angehalten, den Fang zu dokumentieren und das Tier wieder ins Wasser zurückzusetzen. Die Informationen werden in einer Datenbank gesammelt. In der Oder wurden bis Ende 2014 etwa 750 000 kleine Störe in die Natur entlassen. Gessner: „Wir hoffen, dass es in diesem Jahr 200 000 bis 250 000 Fische werden.“

Störe können mehr als 200 Kilo auf die Waage bringen, 80 Jahre alt und über vier Meter lang werden. Mit 15 Jahren sind sie geschlechtsreif und kehren in die Flüsse zum Laichen zurück. Für die Wiederansiedlung wachsen die Tiere in Fischzuchten heran, so auf dem Darß (Vorpommern-Rügen). Das Stör-Projekt wird u.a. durch das Land Brandenburg über die Fischereiabgabe gefördert.



Steffi Prutean

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