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Strafen für Parksünder: Rostockerin fordert Ausnahmen bei Großveranstaltungen

Rostock Strafen für Parksünder: Rostockerin fordert Ausnahmen bei Großveranstaltungen

Zu großen Volksfesten wie der Hanse Sail soll auf das Verteilen von Knöllchen verzichtet werden / Stadt unterscheidet nicht in „gute und böse Falschparker“

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Ein Auto wird am Warnemünder Kirchenplatz an den Haken genommen. Der Falschparker verursachte einen langen Stau.

Quelle: Karsten Wilke

Rostock. Einen Gästerekord gab es nicht. Dennoch strömten rund eine Million Besucher zur diesjährigen Hanse Sail. Mit der nunmehr 26. Auflage des Segler-Festes zeigten sich die Veranstalter durchweg zufrieden. „Die Sail war so entspannt wie nie“, sagte Cheforganisator Holger Bellgardt. Und das sei angesichts der Weltlage die beste Nachricht. Unmut dagegen kommt von Seiten einiger Anwohner.

„Mit Wut, Ärger und Enttäuschung mussten wir feststellen, dass an allen Tagen der Sail die städtischen Bediensteten eifrig im Einsatz waren und willkommene Besucher, die ihre Fahrzeuge abstellten, mit Strafbescheiden belegten“, moniert Christa Wöhlert-Mohr aus Rostock. Das Ordnungsamt werde erfreut sein über die überdurchschnittlichen Einnahmen, mutmaßt sie. Beobachtet habe sie zudem, dass in den vergangenen Jahren während des maritimen Volksfestes auf das Verteilen der Knöllchen vielerorts verzichtet wurde.

„Wenn eine Stadt wie Rostock einmal im Jahr diesen Besucheransturm empfängt, muss der Verwaltung doch klar sein, dass nicht alle einen Parkplatz finden. Deswegen wäre es vertretbar, für diese Zeit eine Ausnahmeregelung festzulegen“, fordert die Rostockerin.

Die OSTSEE-ZEITUNG bat die Ordnungsbehörde um eine Reaktion: „Die Kritik der Leserin weist die Verwaltung zurück“, sagt der städtische Pressesprecher Ulrich Kunze. Als Ordnungsinstanz sei die Hansestadt verpflichtet, auch und gerade während Großveranstaltungen wie der Hanse Sail Recht und Gesetz durchzusetzen. Dabei könne sie nicht nach Belieben in „gute oder böse Falschparker“

unterscheiden.

Weiter heißt es: Die Kontrollen dienten nicht der Erwirtschaftung von Einnahmen oder dem Recht-Haben, sondern der Gewährleistung von Ordnung und Sicherheit. Und das gelte für alle, sowohl für Anwohner als auch Besucher. Kunze betont, dass insbesondere bei Großveranstaltungen gewährleistet werden müsse, dass Feuerwehr und Rettungsdienste im Einsatzfall schnell vor Ort seien. „So willkommen Besucher auch sind, so notwendig ist, dass Ausfahrten und Rettungswege nicht zugeparkt werden.“ Daher seien diese Kontrollen wichtiger Bestandteil der Gefahrenabwehrmaßnahmen bei Großveranstaltungen.

Überdies verweist der Stadtsprecher auf die verstärkten Angebote des öffentlichen Nahverkehrs während der Hanse Sail. „Diese galten für sämtliche Bahnen und Busse. Es wurde rechtzeitig und umfassend über Anreise- und Parkmöglichkeiten, insbesondere auch über P+R-Angebote, informiert.“ Insofern bleibe der Stadtverwaltung als zuständige Ordnungsbehörde nur, um Verständnis für die wichtigen und sicher nicht beliebten Maßnahmen zu werben, die zur Durchsetzung von Ordnung und Sicherheit notwendig seien. „Schließlich haben auch sie dazu beigetragen, dass die Hanse Sail erfolgreich verlaufen konnte.“

OZ

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