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Stralsunderin kehrte nach 52 Jahren zurück in die Heimat

Stralsund Stralsunderin kehrte nach 52 Jahren zurück in die Heimat

Elisabeth Möckel blieb ihrer Geburtsstadt immer nahe – auch in der Ferne. Die OZ begleitet sie und ihren Lebensgefährten täglich.

Stralsund. Die herrliche Backstein- Architektur, die kleinen Gassen, der Strelasund: Elisabeth Möckel (80) liebt ihre Geburtsstadt. Sie blieb ihr immer im Gedächtnis – auch in den 52 Jahren, die sie in der Fremde verbrachte. Am Kriegsende 1945 verließ ihre Familie Stralsund in Richtung Hamburg und Buxtehude. Da war Elisabeth Ehmler, so ihr Mädchenname, acht Jahre alt. Sie hatte vier ältere Geschwister, ihr Vater war der evangelische Pastor Friedrich Ehmler. In Norddeutschland und später in München arbeitete sie als Krankenschwester. Ihr Berufsleben steht im Mittelpunkt der Autobiographie „Am Puls der Zeit als Krankenschwester“.

Stralsund hat sie nie vergessen. Im Sommer 1996 ist Elisabeth Möckel mit ihrem damaligen Lebensgefährten Dr. Mario Reyman wieder in die Hansestadt zurückgekehrt. Noch in München fanden beide in der OZ, die ihnen aus Stralsund geschickt wurde, eine interessante Immobilienanzeige: ein Haus in der Badstüberstraße. Nach einer umfassenden Sanierung bezogen sie Ende der 1990-er Jahre ihr neues Zuhause.

Seitdem hat ihre Heimatzeitung Elisabeth Möckel begleitet, Tag für Tag. Jetzt hat sie uns eine kleine Sammlung von Artikeln der OSTSEE-ZEITUNG geschickt. Anlass ist das 65. Gründungs-Jubiläum der OZ im kommenden August. Zu ihrer „Presseschau“ schreibt Elisabeth Möckel: „Das schöne Foto meines Vaters von 1940 verführte mich, immer der Zeitung nahe zu bleiben.“ Das Bild, abgedruckt im Dezember 1940 in der „Stralsundischen Zeitung“ sowie im Dezember 1996 in der OZ, zeigt den Blick aus der Wohnung ihrer Familie auf die St.-Marien-Kirche. Elisabeth Möckel malt selber leidenschaftlich. Viele ihrer Motive findet sie in Stralsund – immer wieder in der Badstüberstraße, in der sie wohnt.

Elisabeth Möckel schreibt weiter: „So sammelte ich alle Beiträge, die von mir und über mich geschrieben wurden. Als Abonnentin beziehe ich zurzeit die Rügener Ausgabe.“ Dies hat einen ganz bestimmten Grund: „Denn die Krönung meiner Sammlung ist das Finden meines wunderbaren Lebensgefährten Horst Förster von Wittow auf Rügen im Jahr 2004. Wir leben zurzeit in unserer hübschen Alterswohnung inmitten der Stralsunder Altstadt. Zusammen sind wir inzwischen 172 Jahre alt – und weiter guten Mutes!“ Elisabeth Möckel und Horst Förster (92) haben sich auf eine fast traditionelle Art und Weise kennengelernt: Es klappte über eine Partnerschafts-Annonce in der OSTSEE-ZEITUNG, betont die 80-Jährige. Der ehemalige Fregatten-Kapitän und die gelernte Krankenschwester leben nun bereits „seit 13 Jahren glücklich zusammen“ in ihrem denkmalgerecht sanierten Haus auf der Stralsunder Altstadtinsel, erzählt sie weiter. Und auch heutzutage begleitet die Heimatzeitung das Paar. „Ich lese meinem Lebensgefährten täglich das Neueste aus der OZ vor“, berichtet Elisabeth Möckel.

Bernhard Schmidtbauer

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