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MV aktuell Streit ums DDR-Erbe in Mestlin
Nachrichten MV aktuell Streit ums DDR-Erbe in Mestlin
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00:01 21.03.2016

Weit und leer liegt der granitgepflasterte Marx-Engels-Platz mitten im mecklenburgischen 770-Seelen-Dorf Mestlin. Beherrscht wird er von einem massigen Kulturhaus aus den 1950er Jahren mit mächtigem Ziegeldach und repräsentativem Dreiecksgiebel.

Mestlin verfügt noch über eine ganze Reihe von Protzbauten, die die DDR in dem Dorf errichten ließ. Es ist ein schwieriges Erbe, das Bürgermeister Uwe Schultze (Unabhängige Wählergemeinschaft) verwaltet. Das „Stalinallee der Dörfer“ genannte Gebäudeensemble hat aufgrund seiner Bedeutung für die Geschichte der DDR den Rang eines Denkmals von nationaler Bedeutung. Alles wirkt und ist viel zu groß, der Sanierungsbedarf ist augenfällig.

Jetzt vermeldet der Bürgermeister einen Erfolg: Die Gemeindevertretung beschloss, das marode Landambulatorium an einen privaten Investor zu verkaufen. Der Investor wolle dort betreute Wohnungen für Senioren einbauen.

Die Vorsitzende des Vereins „Denkmal Kultur Mestlin“, Claudia Stauß, hingegen ist alles andere als glücklich. Ihr Ziel: das einzigartige Ensemble in einer Trägerschaft zu halten und sie dem Land oder dem Bund zu übertragen. Nur diese könnten eine grundlegende Sanierung stemmen. Der Verein würde im Landambulatorium gerne Übernachtungsmöglichkeiten einrichten. „Die Gemeinde ist mit dem Denkmalkomplex heillos überfordert“, konstatiert Stauß. Jedes Jahr habe Mestlin ein sechsstelliges Minus im Haushalt. Laut Bürgermeister Schultze waren es 2015 rund 650 000 Euro. Iris Leithold

OZ

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