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MV aktuell Studie: Wesentlich bessere Prognosen für untergewichtige Babys
Nachrichten MV aktuell Studie: Wesentlich bessere Prognosen für untergewichtige Babys
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00:01 13.04.2017

. Die Nachteile für Babys, die heute mit Untergewicht geboren werden, sind in ihrem späteren Leben weit weniger gravierend als noch vor wenigen Jahrzehnten. Dies sei auf die deutlich bessere medizinische Versorgung der Babys zurückzuführen, schreibt Mikko Myrskylä vom Max-

Eine Hand und ein Fuß eines Frühgeborenen sind in einem Brutkasten zu sehen. FOTO: WOLFGANG KUMM/DPA

Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock in einem jüngst veröffentlichten Artikel. Dazu gehören bessere Medikamente, Beatmungsgeräte für Säuglinge oder die systematische Überwachung von Neugeborenen. Nach Myrskyläs Ansicht überlebten um die Jahrtausendwende auch Kinder, die wenige Jahrzehnte zuvor noch keine Chance gehabt hätten.

Myrskylä bezieht sich in seiner Untersuchung auf drei große Studien, die in Großbritannien bei Zehn- bis Elfjährigen der Geburtsjahre zwischen 1958 und 2002 erhoben wurden. In den Studien wurden mit Sprachtests die kognitiven Fähigkeiten von Kindern untersucht, die weniger als 2500 Gramm Geburtsgewicht hatten. Dabei wichen die Leistungen der Kinder des Geburtsjahres 1958 um etwa 0,25 Punkte vom Durchschnitt ab, bei den 1970 Geborenen waren es noch knapp 0,2 Punkte und bei Kindern der Geburtsjahre 2000 bis 2002 nur noch 0,05 Punkte. Die Nachteile eines geringen Geburtsgewichts seien also nicht verschwunden. Deshalb wäre es wichtig, die Untersuchungen auf spätere Lebensphasen auszudehnen, erklärte Myrskylä.

Die Leiterin des Sozialpädiatrischen Zentrums (SPZ) der Universitätsmedizin Rostock, Heike Haase, bestätigt die Ergebnisse in ihrer täglichen Praxis. „Ganz entscheidend sind die umfassenden Fortschritte in der Versorgung von Frühgeborenen.“ Dazu gehöre auch die stärkere Einbindung der Eltern. Dabei sei die Vielschichtigkeit der kindlichen Entwicklung zu berücksichtigen. Je früher ein Kind in seiner Entwicklungsphase geschädigt ist, desto schwieriger sei die Therapie – dies sei dann nicht vom Geburtsgewicht abhängig. Das SPZ ist spezialisiert auf die Behandlung von Säuglingen, Klein- und Schulkindern bis 18 Jahre.

Bei den Studien seien auch Informationen zu den Müttern und Familien erfasst worden. „Grundsätzlich zeigte sich, dass Kinder mit geringem Geburtsgewicht eher in sozial schwachen Familien geboren werden“, sagte Myrskylä.

OZ

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