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MV aktuell Stühlerücken bei der Landes-CDU
Nachrichten MV aktuell Stühlerücken bei der Landes-CDU
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00:00 18.03.2017
Rostock

Die CDU-Spitze in MV steht vor dem Wandel: Parteichef Lorenz Caffier (62) zieht sich zurück, beim Landesparteitag am 8. April hat wohl nur Vincent Kokert (38, beide Neustrelitz) Chancen auf das Erbe. Nur einer hob noch den Arm: Stralsunds Oberbürgermeister Alexander Badrow zeigte Interesse, zog nach Gegenwind aber wieder zurück (die OZ berichtete). Kokert reist derzeit von einem CDU-Termin zum nächsten, um sein Konzept vorzustellen. Er wolle die Basis mehr mitnehmen, Transparenz der Arbeit im Landesvorstand herstellen. Der Generalsekretär und Landtagsfraktionschef der CDU genießt in Kreisverbänden Rückhalt. „Wir haben ihn vorgeschlagen“, sagt Franz-Robert Liskow, Chef der Jungen Union. Kokert muss die CDU aus dem Tal der Tränen führen.

Lorenz Caffier, CDU-Chef
Vincent Kokert, Kandidat

Bei der Landtagswahl landete die Partei mit 19 Prozent auf Platz drei. Er wolle aktivere Diskussionen – „die Partei Stück für Stück den Mitgliedern zurückgeben“.

Spannend dürfte nach Einschätzung von CDU-Leuten der Kampf um die Stellvertreter- Plätze des Landeschefs werden. Nach dem Rückzug von Paul Krüger (Neubrandenburg) soll auch Uta-Maria Kuder (Greifswald) nicht mehr antreten, ist zu hören. Eckhardt Rehberg (Marlow) dagegen sagt, er wolle wieder kandidieren.

Der Kreisverband Vorpommern-Greifswald hat gestern Sascha Ott, Kopf des „Konservativen Kreises“ der CDU in Greifswald, nominiert. Ott gilt als Kritiker eines Verlustes von konservativen Werte innerhalb der Partei. Ambitionen werden auch Justizministerin Katy Hoffmeister (Bad Doberan) nachgesagt. Sie sei gefragt worden, so Hoffmeister. Parteivize – dies sei „eine Überlegung wert“. Weitere Namen kursieren, etwa die von Martina Liedtke (Stralsund), Dietrich Monstadt (Schwerin) und Alexander Badrow.

Große Fragezeichen stehen hinter der künftigen Rolle Caffiers. „Er sucht sie wohl selbst noch“, sagt jemand aus der Parteispitze. Klar sei: Caffier werde weiter Innenminister bleiben, da seine Arbeit sehr geschätzt werde. Wie lange aber ein Minister ohne Machtbasis in der Parteispitze agieren kann, „das ist die Frage“.

Frank Pubantz

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