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MV aktuell Sturmtief „Elon“ richtet große Schäden an
Nachrichten MV aktuell Sturmtief „Elon“ richtet große Schäden an
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01:26 10.01.2015
Ein Teil einer Baumkrone versperrte gestern Nachmittag die Fahrbahn von Redewisch in Richtung Niederklütz. Quelle: Frank-Peter Gabriel
Rostock

Mit Sturmspitzen von bis zu 131 Kilometern pro Stunde ist Sturmtief „Elon“ gestern über Mecklenburg-Vorpommern hinweggefegt. Der Sturm riss Bäume um, mehrfach mussten Straßen gesperrt werden, weil Äste die Fahrbahnen blockierten. In allen Teilen des Landes waren Polizei und Feuerwehr im Dauereinsatz. Nahe Wolgast starb ein 46-Jähriger bei einem Verkehrsunfall, er prallte mit seinem Auto gegen einen Baum. Allerdings war am Abend noch unklar, ob allein der Sturm den Crash beförderte. Die Polizei sprach von witterungsbedingter Ursache.

Bei Wismar kamen die Autofahrer mit dem Schrecken davon: Hier stürzte eine Pappel auf ein parkendes Fahrzeug. Mehrere Bahnstrecken wurden für Stunden gesperrt, weil Bäume auf Gleise oder Stromleitungen stürzten, etwa zwischen Rövershagen bei Rostock und Graal-Müritz, Bützow und Güstrow. Die Züge von Bad Kleinen nach Lübeck fuhren nur bis Grevesmühlen, wie ein Bahnsprecher sagte. In Rostock blieben Fähren im Hafen, die Reederei Scandlines sagte ihre Abfahrten nach Gedser in Dänemark bis 20.00 Uhr ab.

In mehreren Teilen Mecklenburg-Vorpommerns fielen Strom und Telefon aus: In Bad Doberan kam es zu Störungen der Energieversorgung, im Ort Degtow bei Grevesmühlen funktionierten nicht mal die Telefone. Der mit dem Sturm verbundene Starkregen führte zu Problemen auf den Autobahnen zum Beispiel auf der A20 bei Wismar. „Die Notrufleitungen glühen“, sagte ein Mitarbeiter der Rettungsleitstelle Westmecklenburg in Schwerin. Auf der A19 kam nahe des Kreuzes Rostock wegen des Sturms ein Lastwagen von der Fahrbahn ab. „Der Fahrer wurde nicht verletzt. Der Sachschaden liegt bei rund 4000 Euro“, erklärt Gert Frahm, Sprecher der Güstrower Polizei.

Gefährlich auch die Situation im Osten des Landes: Auf der A20 bei Jarmen (Vorpommern-Greifswald) wurde ein Lastwagen von einer Sturmböe erfasst und durch die Mittelleitplanke gedrückt. Er kippte um und blockierte die Überholspuren beider Fahrtrichtungen. Der Fahrer blieb unverletzt.

Die stärkste Böe wurde auf Hiddensee mit 131 Stundenkilometern gemessen, wie ein Meteorologe von Meteomedia sagte. Gegen 14.00 Uhr ließ „Elon“ den Nordosten dann hinter sich, die Unwetterwarnung für die Küsten-Landkreise wurde aufgehoben.

Doch von Entwarnung kann noch keine Rede sein: „Nach kurzer Wetterberuhigung greifen am Sonnabend die Ausläufer eines Orkantiefs auf den Nordosten über“, heißt es vom Deutschen Wetterdienst.



Anne Ziebarth, Iris Leithold

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