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Superjahrgang: 98 Abiturienten in MV erreichen Traumnote 1,0

Rostock Superjahrgang: 98 Abiturienten in MV erreichen Traumnote 1,0

Zahl der Schüler mit der Bestnote hat sich innerhalb von drei Jahren verdoppelt / Kritiker werfen Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) vor, Probleme zu verschweigen

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Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD)

Rostock. Mecklenburg-Vorpommerns Abiturienten glänzen mit Top-Noten: 98 Schüler haben ihr Abitur in diesem Schuljahr mit 1,0 bestanden. Das sind so viele wie noch nie in den letzten zehn Jahren. Im Vorjahr gab es für 87 Absolventen einen 1,0-Abschluss, im Schuljahr 2012/13 nur für 52 Schüler. Aktuell erreichten 2,29 Prozent der 4281 Schüler, die das Abitur abgelegten, den Top-Abschluss.

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Zahl der Schüler mit der Bestnote hat sich innerhalb von drei Jahren verdoppelt / Kritiker werfen Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) vor, Probleme zu verschweigen

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2017 gemeinsames Mathe-Abitur in 14 Bundesländern

8 Bundesländer (Mecklenburg-Vorpommern, Bayern, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen, Schleswig-Holstein, Brandenburg und Bremen) haben gemeinsame Abituraufgaben oder Aufgabenteile in Deutsch, Mathematik und Englisch verwendet. 2017 soll es laut Kultusministerkonferenz erstmals in 14 Bundesländern gleichzeitig ein Mathe-Abitur geben.

Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) lobt die sehr guten Abiturienten: „Ich gratuliere den Schülern zu dieser ausgezeichneten Leistung! Sie können stolz auf sich sein.“ Zudem hätten 477 Jugendliche das Abi mit einer Note bis 1,5 abgelegt. 326 der 4607 Teilnehmer an den Prüfungen haben das Abitur nicht erreicht. Damit beträgt die Abi-Quote im Nordosten 92,9 Prozent. Der Landesdurchschnitt der Abiturprüfung sei mit 2,3 auf dem Niveau des letzten Jahres geblieben.

Kritik an Brodkorbs Statistik übt die Linke im Schweriner Landtag: „Da hier nur der Durchschnitt angegeben ist, aber keine Ergebnisse der Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch, sind die Angaben nicht aussagefähig“, bemängelt die bildungspolitische Sprecherin Simone Oldenburg. Auf eine Kleine Anfrage von ihr zu diesen Werten habe das Bildungsministerium geantwortet, dass diese Daten noch nicht vorlägen. Die Quote der Abiturienten sei in MV hoch. Es fehlten aber auch hier die Angaben, wie viele Schüler nach der 11. Klasse die Gymnasien und Gesamtschulen verlassen haben und wie viele durchgefallen sind. Und: „Die Anzahl von sechs Hauptfächern ist zu hoch beziehungsweise der Stundenumfang von je vier Wochenstunden dafür ist zu gering“, erklärt Simone Oldenburg. Die Linksfraktion fordere deshalb eine Reduzierung der Anzahl der Hauptfächer, eine Stundenerhöhung für die Hauptfächer oder Leistungskurse sowie die Wiedereinführung des Kurssystems.

Die Bündnisgrünen im Landtag schlagen in dieselbe Kerbe: „Von Bildungsminister Brodkorb hätte ich mir gewünscht, dass er zum Ende des Schuljahrs nicht nur Erfolgsmeldungen verkündet, sondern auch die bestehenden Probleme offen benennt“, kritisiert Ulrike Berger, bildungspolitische Fraktionssprecherin. So liege die Quote der nicht bestandenen Abiturprüfungen mit 7,1 Prozent weit über dem Bundesdurchschnitt. Brodkorb müsse die Gründe hierfür genau analysieren. Bündnis 90/Die Grünen fordern eine Wahlmöglichkeit nach der 10. Klasse, ob man in zwei oder drei Jahren zum Abitur gelangen will.

Der Deutsche Philologenverband befürchtet indes eine zunehmende Entwertung des Abiturs. Das Abitur werde in Deutschland sehr unterschiedlich vergeben, erklärt Verbandsvorsitzender Heinz- Peter Meidinger. Die nachweisbare massive Zunahme von Einser- Schnitten liege mit Sicherheit nicht daran, dass es in Deutschland bei Abiturienten eine Leistungsexplosion gegeben hat. Seite 2

Türkei im Ausnahmezustand: Erdogan kann allein regieren

Istanbul/Berlin. Nach der Verhängung des Ausnahmezustands setzt der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan seinen in Europa mit Sorge verfolgten Kurs konsequent und im Eiltempo fort. Vize- Ministerpräsident Numan Kurtulmus kündigte an, dass die Türkei die Europäische Menschenrechtskonvention vorübergehend aussetzen werde.

Der Ausnahmezustand war in der Nacht zum Donnerstag in Kraft getreten. Während die Regierung in Ankara versicherte, die Grundrechte würden nicht eingeschränkt, warnte die Opposition vor einer Alleinherrschaft Erdogans. Außenminister Frank-Walter Steinmeier forderte die Türkei auf, den Ausnahmezustand möglichst kurz zu halten. Seiten 2 und 4

Bernhard Schmidtbauer

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