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MV aktuell Syrbe kann Retter nicht bekehren
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00:05 24.06.2016
Barbara Syrbe, Landrätin Quelle: Hannes Ewert

Die frustrierten Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) des Ortsverbandes Wolgast in Vorpommern-Greifswald bleiben hart: Auch nach dem Krisengespräch am Mittwochnachmittag in Wolgast, an dem übergeordnetes THW-Führungspersonal und Landrätin Dr. Barbara Syrbe (Die Linke) teilnahmen, halten die Ehrenamtler an ihren Austrittgesuchen fest. Mehr noch: „Anstatt zwölf haben inzwischen sogar 17 unserer Mitglieder erklärt, zum 30. Juni auszutreten“, teilte Wolgasts Ortsverbandsbeauftragter Frank Hasche gestern mit.

Ein weiterer personeller Aderlass kündige sich zum 31. August an.

Die zumeist langjährigen THW-ler – viele sind Familienväter – begründeten ihre Entscheidung mit der kürzlichen Schließung von Pädiatrie, Geburtshilfe und Gynäkologie am Kreiskrankenhaus Wolgast (die OZ berichtete). Sie sehen nach dem Wegfall der Stationen die Sicherheit ihrer Familie in Zeiten, in denen sie auswärts im Einsatz sind, nicht mehr als gegeben an.

„Die Landrätin hatte zwar ein offenes Ohr für uns, versteht auch unseren Frust und hat dafür geworben, dass wir dem Ehrenamt treu bleiben“, berichtete Frank Hasche. Aber eine Lösung für die alternative Einrichtung eines kinderärztlichen Notdienstes, wie Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) dies vollmundig in der Zeitung angekündigt hatte, habe sie nicht präsentieren können. „Jetzt unsere Meinung zu ändern würde bedeuten, dass unsere Stimme im Nichts verlaufen würde“, schlussfolgert Hasche. Ein Angebot Syrbes, Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) nach Wolgast einzuladen, habe er hingegen nicht ausgeschlagen. Hasche: „Wir sind da gesprächsbereit.“ THW-Zugführer Maik Bischoff, der ebenfalls zum 30. Juni die Segel streichen will, bekräftigte die Haltung: „Wenn das Land eine Lösung für die kinderärztliche Notversorgung in unserer Region vorlegt, würden unsere Einsatzkräfte ihre Entscheidung sicher überdenken.“

Landrätin Syrbe zeigte sich enttäuscht: „Ich hatte gehofft, die THW-Mitglieder umstimmen zu können.“ Was den kinderärztlichen Notdienst anbelangt, sei der Kreis nicht der richtige Ansprechpartner.

Hier müssten Unimedizin und Kassenärztliche Vereinigung eine Lösung suchen. Sie gab aber zu, dass sie zurzeit „keine erkennen“ könne. S. Adler/T. Schröter

OZ

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