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MV aktuell Telekom kommt nicht: 250 Euro Schadenersatz?
Nachrichten MV aktuell Telekom kommt nicht: 250 Euro Schadenersatz?
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00:01 18.04.2016
Es ist für Betroffene nicht leicht, eine finanzielle Entschädigung einzufordern.“Matthias Wins, Verbraucherzentrale MV

Schlechter Service: Immer wieder platzen Techniker-Termine der Telekom. Die hat das Monopol auf die sogenannte „letzte Meile“ — also vom Verteilerkasten bis zum Haus. Deshalb müssen auch Telefonkunden der Konkurrenz auf die Telekom-Techniker warten — oft tun sie das vergeblich.

Nach Schätzung von Vodafone liegt die Zahl der geplatzten Termine bundesweit bei jährlich rund einer Million. Vor allem für Kunden, die extra einen Tag frei oder Urlaub nehmen würden, sei das ein großes Ärgernis, beklagt Vodafone- Deutschlandchef, Hannes Ametsreiter im „Handelsblatt“. Er fordert für Ausfall-Termine jetzt eine finanzielle Entschädigung in Höhe von 250 Euro. Die Problematik tauche insbesondere dann auf, wenn die Wettbewerber die „letzte Meile“ von der Telekom mieten, um eigene Kunden mit Anschlüssen und Diensten zu versorgen, teilt ein Sprecher mit. Das bestätigt Salomé

Weber von 1&1. Inzwischen würden alle Wettbewerber beklagen, dass die Techniker nicht immer zuverlässig zum ausgemachten Termin erscheinen. Um die Situation zu verbessern, seien Anbieter, Branchenverbände und Bundesnetzagentur mit der Telekom in intensiven Gesprächen.

Die Telekom kann keine Ausfall-Zahlen für die einzelnen Bundesländer nennen. Deutschlandweit würden aber 92 Prozent der täglich rund 17000 Termine klappen, teilt Pressesprecher Georg von Wagner mit. Rechnet man das auf ein Jahr mit 250 Arbeitstagen hoch, wären das 340000 Termine, die das Bonner Unternehmen platzen lässt. Aus welchen Gründen die Servicekräfte nicht kommen — diese Frage wird nicht beantwortet.

Wie Matthias Wins von der Neuen Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern erklärt, ist es für Betroffene nicht so leicht, eine finanzielle Entschädigung einzufordern — zum Beispiel wenn sie extra einen Urlaubstag genommen haben. Das sei theoretisch möglich, aber kaum durchsetzbar. Denn: Wirtschaftliche Schäden bei Zeitverlust seien zwar bei Gewerbetreibenden per Gesetz anerkannt, bei Privatpersonen jedoch nur in Ausnahmefällen.

Kerstin Schröder

OZ

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