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MV aktuell Terrier-Mischling zum Sterben an Baum gebunden
Nachrichten MV aktuell Terrier-Mischling zum Sterben an Baum gebunden
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00:05 10.10.2017

Nur ganz leise ist das Wimmern zu hören. Ein Spaziergänger, der am Sonntag mit seinem Hund auf dem Boddenwanderweg in Ribnitz-Damgarten unterwegs ist, entdeckt im Schilfgürtel Schreckliches: Dort liegt ein kleiner Hund auf dem Boden, schon fast tot. Mit seiner abgerissenen Leine hat er sich im Gestrüpp verhakt. Von einem Baum hängt der Rest der Leine herab, wie von einem Galgen. Der Mann legt seinen Pullover über den Hund, um ihn zu wärmen, und ruft die Polizei an.

„Die Polizei hat dann uns alarmiert“, berichtet Olivia Ehling vom Tierschutzverein Vorpommersche Boddenlandschaft. Der 19-jährige, blinde Rüde sei absichtlich so ausgesetzt worden, dass er direkt vom Wanderweg aus nicht zu sehen war. „Der Mischling muss schon länger dort angebunden gewesen sein, da er bereits stark unterkühlt und ausgetrocknet war, und kaum Reaktionen zeigte“, sagt Olivia Ehling.

„Wir haben ihn in die Tierklinik Rostock gefahren, aber leider musste er erlöst werden.“ Die Kreisverwaltung Vorpommern-Rügen will den toten Hund untersuchen lassen. „Wenn festgestellt wird, dass das Anbinden des Hundes ursächlich mit dessen Tod zusammenhängt, ist das ein Straftatbestand“, sagt Sprecher Olaf Manzke.

Tierschützer fordern härtere Strafen gegen Tierquäler. „Der Besitzer des Bullmastiff-Rüden Louis wurde zu vier Monaten Haft verurteilt“, sagt Kerstin Lenz, Vorsitzende des Deutschen Tierschutzbundes MV. 2015 war der Hund in einer Wohnung in Malchin zum Sterben zurückgelassen worden. Das Tier war bis auf die Knochen abgemagert, wurde aber gerettet. Heute lebt der Hund bei einer Familie in Demmin.

Auch die fünf Hundewelpen, die Sonntagmittag am Strand von Wismar-Hoben gefunden wurden, hatten Glück. Die gerade geborenen Tiere steckten in einer Plastetüte. Zwei junge Männer fanden die Welpen – und retteten ihnen so das Leben.

Bernhard Schmidtbauer

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