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Teures Pflaster Rostock: 325 000 Euro fürs Eigenheim

Rostock Teures Pflaster Rostock: 325 000 Euro fürs Eigenheim

Durchschnittspreis für Einfamilienhäuser binnen fünf Jahren um 100000 Euro gestiegen / Bausparkasse: In größeren Städten übersteigt die Nachfrage bei weitem das Angebot

Rostock. Die eigenen vier Wände sind im Nordosten so gefragt wie nie. „Dabei ist die Nachfrage nach Eigenheimen besonders hoch und weit größer als das Angebot in größeren Städten Mecklenburg-Vorpommerns“, sagt Winfried Ebert, Vorstands-Mitglied der Bausparkasse der Sparkassen (LBS) Ost. Steigender Beliebtheit erfreuten sich auch Eigentumswohungen.

  Neubaumarkt   Gebrauchtwohnungsmarkt      
  Baugrundstücke   Eigenheime   Eigentumswohnung  
  Euro/m² Trend Euro/m² Trend Euro/m² Trend
Rostock 200 t 325 t 1900 t
Greifswald 150 z 220 t 1500 t
Güstrow 65 t 180 t 850 z
Neubrandenburg 70 t 195 z 1100 t
Neustrelitz 90 t 190 t 1000 t
Schwerin 130 t 265 t 1550 e
Stralsund 85 z 200 t 1550 t
Waren/Müritz 85 t 195 t 1500 t
Wismar 80 e 150 z 1195 e
Bad Doberan 100 t 190 t 1750 t

Auslöser für den Boom sind laut LBS historisch niedrige Zinsen und vielerorts „noch immer günstige Immobilienpreise“. Letztere klettern aber in den größeren Städten in MV stetig. Denn die enorme Nachfrage treibt die Preise auch bei Gebrauchtimmobilien, bestätigt Tom Hübner, Vizevorsitzender des Immobilienverbandes IVD Nord.

Am tiefsten müssen laut LBS Interessenten in Rostock in die Tasche greifen. Für ein frei stehendes Ein- oder Zwei-Familien-Haus sind im Schnitt 325000 Euro zu berappen. Vor fünf Jahren waren es gut 100000 Euro weniger!

Teuer wird es für Hauskäufer in MV auch in Schwerin und Greifswald. Während in der Landeshauptstadt für ein Haus im Schnitt 265000 Euro fällig sind, liegt der Standardpreis in Greifswald bei 180000. Gegenüber 2012 sind das 55000 bzw. 40000 Euro mehr. Bei Eigentumswohnungen in Städten reichen nach LBS Durchschnittspreise pro Quadratmeter von 850 (Güstrow) bis 1900 Euro (Rostock).

Im Vergleich zu Metropolen im Westen ist dies immer noch günstig. So wechselt laut IVD ein Einfamilienhaus in Hamburg mit mittlerem Wohnwert für rund 370000 Euro den Besitzer. Eine gebrauchte Eigentumswohnung in mittlerer Lage kostet 2500 Euro pro m2.

Der Rostocker Immobilien-Experte Hübner sagt, dass der MV-Gesamtmarkt differenziert zu sehen sei. Während Städte wie Rostock, touristische Hochburgen und Feriengebiete an der Ostsee für steigende Nachfrage stünden, sei in der Fläche mit stabilen, auch rückläufigen Preisen zu kalkulieren.

Angesichts der „mitunter durch die Decke schießenden Preise“, befürchtet Axel Drückler, Bereichsleiter   Finanzen der Verbraucherzentrale MV, dass Käufer oft zu viel zahlen. Drückler: „Beim Veräußern der Objekte in einigen Jahren dürfte es mitunter schwer sein, den entsprechenden Wert zu erzielen.“

Diese Befürchtung teilt Hübner vom IVD nicht: „Die steigende Wohnraumnachfrage wird für eine Preisstabilität sorgen.“

„Das Objektangebot in den Städten und wirtschaftsstarken Landkreisen wird sich weiter verknappen“, sagt der Geschäftsführer der LBS Immobilien GmbH, Mathias Wahsenak.

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Volker Penne

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