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MV aktuell Toben, tanzen, spielen: Pangeaner feiern das Kindsein
Nachrichten MV aktuell Toben, tanzen, spielen: Pangeaner feiern das Kindsein
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00:01 25.08.2016
Spaß für Frau und Mann: Sie freut sich über Seifenblasen, er macht Wakeboarding. Quelle: Lars Jacobsen

Einmal wieder Kind sein, Arbeit und Verpflichtungen hinter sich lassen – in Pütnitz (Vorpommern-Rügen) ist das ab heute möglich. Beim Pangea-Festival toben und tanzen vier Tage lang Tausende erwachsene Besucher in einer Welt voller Glitzer, Konfetti und Seifenblasen. Ihr Motto: Höre niemals auf zu spielen!

„Die Menschen können hier wieder das Unbeschwerte in sich entdecken und Energie für den Alltag tanken“, sagt Norman Wewetzer. Er gehört zu einem großen Organisationsteam, das die Veranstaltung seit 2013 auf die Beine stellt. Fast ein Jahr lang dauern die Vorbereitungen, um neue Ideen und Angebote zu planen. Die heiße Phase beginnt einige Wochen vorher. Dann wird auf dem ehemaligen Militärflugplatz gehämmert, gebohrt und gesägt, die unterschiedlichen Spiel- und Sportparcours aufgebaut. „Wir entwickeln jedes Jahr frische Ideen und neue Angebote“, betont Wewetzer.

Neu in diesem Sommer ist eine riesige schwimmende Wasserwelt, inklusive eines sehr beliebten bunten Luftkissens, von dem aus sich die Besucher ins Wasser katapultieren lassen können. An Land gibt es unter anderem Hüpfburgen, Bällebad, Bingo und Skateboardanlagen. Auf den Wiesen sollen Abwurf- und Brennball längst vergangene Kindheitserinnerungen wecken. Und trotz allem Kindsein: Auch Kultur und Tanz kommen nicht zu kurz. Geplant sind mehr als 100 Workshops in 25 Genres, Vorträge, Kino, Aussteller. Über 70 Bands und DJ’s sorgen für die musikalische Unterhaltung. „Wir wollten kein Festival sein, auf dem es ausschließlich um Musik und große Künstler geht, sondern bei uns kann man jede Menge Neues entdecken“, sagt Norman Wewetzer.

Das Konzept, Sport, Musik, Kultur und Kindsein zu verbinden, kommt an. Während zunächst vor allem Besucher aus Mecklenburg- Vorpommern ins Pangea-Land gekommen sind, reisen mittlerweile Gäste aus ganz Deutschland an. Im vergangenen Jahr haben insgesamt 5000 sogenannte Pangeaner miteinander gefeiert. „Das Festival ist größer geworden, aber wir halten den Standard hoch und entwickeln uns ständig weiter“, berichtet Norman Wewetzer. Unter anderem seien in diesem Sommer Wasserleitungen gezogen worden, „so dass wir den Besuchern endlich unentgeltlich Trinkwasserstellen anbieten können“.

Um sich zu erfrischen und wenn’s mit Schlammbad und Glitzer-Action mal wieder ein bisschen verrückter wird, „kann man es für eine Katzenwäsche nutzen“, lacht Norman Wewetzer. Außerdem gebe es viele neue Workshops mit mehr Plätzen.

Ins Leben gerufen hat das Festival Hans Jensen (32), Inhaber des Surfshops Supremesurf in Rostock. Doch von Anfang an steht ein großes Team hinter ihm: Surfer, Kiter, Skateboarder, Wakeboarder – alles Sportler mit unterschiedlichen Interessen, aber einer Leidenschaft: gemeinsam Spaß haben.

Der Name Pangea erinnert an den letzten globalen Superkontinent der Erdgeschichte – bevor die Landmassen auseinandergedriftet sind. „So vereint sind die vielen Programmpunkte bei uns“, betont Wewetzer. Wird es dunkel über Pangea, werden die Bässe aufgedreht und bunte Lichter angeknipst. Auf verschiedenen Bühnen spielen unter anderem Frittenbude, Kollektiv Ost oder die Orsons.

Shuttle-Bus fährt zum Partygelände

Bis zum Alter von 12 Jahren ist der Festivalbesuch gratis. Für alle Jugendlichen bis 16 Jahre ist der Pangeabesuch nur in Begleitung der Erziehungsberechtigten möglich. Die Party-Area am Abend ist jedoch für alle unter 16-Jährigen tabu.

Vom Bahnhof Ribnitz-Damgarten (West) gibt es, bis auf Samstag, einen Shuttle-Bus, der die Besucher für 3 Euro pro Person direkt ans Gelände bringt. Tickets ab 20 Euro (alle Tage kosten 109 Euro) gibt es im Internet:

• http://www.pangea-festival.de

Kerstin Schröder

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