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MV aktuell Tod einer 14-Jährigen: War Schmerzpflaster schuld?
Nachrichten MV aktuell Tod einer 14-Jährigen: War Schmerzpflaster schuld?
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00:00 08.06.2016

Wurde der Tod einer 14-jährigen Schülerin aus Wolgast am vergangenen Sonntag (die OZ berichtete gestern) etwa durch ein stark wirkendes Schmerzpflaster ausgelöst? Fakt ist, dass der 16-jährige Junge, der aus der Region Wolgast stammt und bei der Polizei ein bisher unbeschriebenes Blatt ist, der Schülerin ein oder mehrere Opioidpflaster mit dem starken Wirkstoff Fentanyl verabreicht haben soll. Als die Polizei den 16-Jährigen am Sonntag vernehmen wollte, soll er versucht haben, solche Schmerzpflaster ins Gebüsch zu werfen.

Normalerweise erhalten diese verschreibungspflichtigen Spezialpflaster nur Patienten mit ganz starken Schmerzen. Das Opiat Fentanyl gilt als eines der stärksten Schmerzmittel in der Medizin. Es wirkt bis zu 120 Mal stärker als Morphin, das ebenfalls in der Schmerzmedizin häufig zum Einsatz kommt. Schon eine geringe Dosis kann dazu führen, dass die Atmung zum Erliegen kommt. Ohne ärztliche Aufsicht erstickt der Konsument von Fentanyl. Erst vor wenigen Tagen ist Pop-Gigant Prince an einer Überdosis des Medikaments gestorben.

Gegen einen 20-Jährigen, der in der Todesnacht mit dem Mädchen in deren Elternhaus zusammen war, laufen laut Stralsunds Staatsanwalt Cloppenburg dagegen keine Ermittlungen. Der tragische Tod der Schülerin hat in ihrer Heimatstadt, in der Schule, dem Wolgaster Runge-Gymnasium, unter Nachbarn, in ihrem Freundeskreis und in den sozialen Netzwerken, in denen sie offenbar häufig unterwegs war, tiefe Bestürzung ausgelöst. Es häufen sich Beileidsbekundungen auf ihrer Facebookseite.

Cornelia Meerkatz

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