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Todesfahrer: Betrunken, zu schnell und ohne Führerschein

Waren Todesfahrer: Betrunken, zu schnell und ohne Führerschein

Ein 27-Jähriger überfährt in Waren einen Mann, der auf dem Bürgersteig unterwegs war / Zeugin geschockt: „Es hätte jeden treffen können“ / Zahl der tödlichen Unfälle in MV steigt

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Waren: Bei diesem tragischen Unfall starb ein Fußgänger.

Quelle: Susan Ebel

Waren. Tragischer Unfall in Waren an der Müritz: Ein 67 Jahre alter Mann ist auf einem Fußweg in Waren (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) von einem unter Alkohol und Drogen stehenden Autofahrer angefahren worden und dabei ums Leben gekommen.

„Der Mann wurde 20 Meter durch die Luft geschleudert.“Diana Mehlberg,

Polizei Neubrandenburg

Der 27-jährige Unfallverursacher, der ersten Angaben zufolge einen Atemalkoholwert von 3,8 Promille hatte und keinen Führerschein besitzt, war am Samstag gegen 19.50 Uhr in einer Linkskurve „viel zu schnell“ unterwegs, wie ein Polizeisprecher in Neubrandenburg berichtet. Sein Wagen, ein Opel Vectra, kam nach rechts von der Fahrbahn ab.

Hier, auf einem stark frequentierten Fuß- und Radweg, kollidierte er mit dem Mann. Der 67-Jährige, der erst vor wenigen Wochen nach Waren gezogen war, wurde rund „20 Meter durch die Luft geschleudert“, berichtet Diana Mehlberg von der Polizei Neubrandenburg. Der Mann verstarb noch an der Unfallstelle. Das Bild, das sich den wenig später eintreffenden Beamten bot, sei erschreckend gewesen, berichtet Diana Mehlberg. Zum Glück habe es keine weiteren Opfer gegeben. Denn: „Hier sind immer viele Spaziergänger unterwegs.“ Gegen den Fahrer werde nun wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Der aus Waren stammende Fahrer habe zudem unter dem Einfluss von Drogen gestanden. Er sei der Polizei bekannt — unter anderem wegen Diebstahlsdelikten. Sein Auto wurde sichergestellt, eine Blutentnahme angeordnet. Seinen Führerschein hatte er bereits vor einem Jahr verloren — wegen Fahrens unter Alkohol bzw. Drogen. Wie schnell er unterwegs war, werde noch untersucht, so die Polizei. Ein Sachverständiger der Dekra war im Einsatz. Der Unfall ereignete sich auf dem Fernradweg Berlin — Kopenhagen direkt an der Müritz. Der Autofahrer rammte nach der tödlichen Kollision noch vier parkende Autos und einen Baum. „Zuerst war nicht klar, ob sich in den Autos noch weitere Personen befanden“, berichtet Polizeisprecherin Diana Mehlberg. Drei der Pkw waren nach dem Crash nicht mehr fahrbereit und mussten durch Abschleppfirmen geborgen werden. Sachschaden: mindestens 20000 Euro. Augenzeugin Kerstin Uhlig aus Waren ist geschockt und spricht von einem „wahnsinnigen Trümmerfeld“. Und betont: „Es hätte jeden treffen können.“

Seit 2013 steigt die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle in Mecklenburg-Vorpommern wieder an. Damals starben 80 Menschen auf den Straßen im Nordosten, 2014 waren es 92 und 2015 sogar 93. Fahren unter Alkohol ist die dritthäufigste Unfallursache im Land.

Von Thomas Luczak

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