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Tödliche Schlägerei in Wismar: Randale bei Trauerfeier

Wismar Tödliche Schlägerei in Wismar: Randale bei Trauerfeier

Toter soll heute obduziert werden / Polizei vor Gaststätte präsent

Wismar. Zerschmissene Flaschen auf dem Gehweg, eingeworfene Fensterscheiben links und rechts vom Eingang der Kneipe „Fellfresse“: Gestern Morgen sind die Folgen der nächtlichen Auseinandersetzung noch zu sehen. Rund 30 Menschen hatten sich am Sonntagabend vor dem Lokal versammelt und zunächst Kerzen aufgestellt. Sie wollten Denny G. gedenken, der in der Nacht zu Sonntag nach einer Schlägerei zu Tode gekommen war. Woran genau der 26 Jahre alte Wismarer gestorben ist, soll heute eine Obduktion klären.

 

OZ-Bild

Kerzen vor der Kneipe für den zu Tode gekommenen Wismarer

Quelle: N. Buchmann

Bei der Gedenkveranstaltung am Sonntagabend war die Polizei mit neun Polizeiwagen angerückt. Eine Eskalation zwischen den vor der Kneipe Versammelten mit dem Inhaber des Lokals sollte verhindert werden, sagt ein Polizeisprecher. Am Ende seien Flaschen gegen die Beamten geflogen, sei beleidigt und gedroht worden. Der Grund dafür: Freunde und Familie des 26-Jährigen werfen der Polizei vor, nicht rechtzeitig in der Kneipe eingetroffen zu sein. Die Polizei wies den Vorwurf zurück und ermittelt nun gegen die Randalierer wegen Landfriedensbruchs.

Inzwischen haben die Beamten auch zahlreiche Zeugen zum Tathergang am Sonnabend befragt. Der Schlägerei sei demnach ein Streit vorausgegangen. Denny G. war bereits der Kneipe verwiesen worden, kehrte aber wieder zurück. Dann habe er sich mit einem Gast gestritten und ihn zu Boden gestoßen. Andere Gäste seien daraufhin dazwischengegangen und hätten Denny G. festgehalten, bis die Polizei eingetroffen sei, schildert Isabel Wenzel vom Polizeipräsidium den Hergang nach bisherigen Ermittlungen. Noch aber seien weitere umfangreiche Ermittlungen und Zeugenbefragungen nötig, sagt Thorsten Kopf, Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Die Polizei wird vor der „Fellfresse“ präsent bleiben. Auf Facebook kündigten Nutzer gewaltsame Rache an den mutmaßlichen Beteiligten an. „Das ist aber nur ein Grund“, sagte Isabel Wenzel. Bei der Auseinandersetzung am Sonntag habe sich ein erhebliches Gewalt- und Konfliktpotenzial gezeigt, begründet sie die Polizei-Maßnahmen.

Bereits am kommenden Sonnabend ist in der „Fellfresse“ die nächste Veranstaltung geplant. Im Rahmen der „HonkyTonk“-Nacht steht dort die Band „Klabusterberries“ auf der Bühne. Der Inhaber des Lokals war für die OZ nicht zu erreichen.

Auch die offenen Stadtmeisterschaften im Darts, die am Sonnabend wegen der Auseinandersetzungen abgebrochen worden waren, sollen fortgesetzt werden.

Nicole Buchmann

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