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MV aktuell Tödliche Schüsse wegen 30 Euro
Nachrichten MV aktuell Tödliche Schüsse wegen 30 Euro
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00:01 27.06.2017

. Auch in dem neu aufgerollten Prozess um die Tötung eines Mannes mit einer Schreckschusswaffe in Anklam (Kreis Vorpommern-Greifswald) droht dem Schützen mehrjährige Haft. Die Staatsanwaltschaft forderte gestern in ihrem Plädoyer vor dem Landgericht Neubrandenburg wegen Totschlags und Verstoßes gegen das Waffengesetz eine Gefängnisstrafe von siebeneinhalb Jahren. Die Verteidigung plädierte auf maximal drei Jahre Gefängnis. Zu der ebenfalls für gestern geplanten Urteilsverkündung kam es nicht. Nach Angaben eines Sprechers trat das Gericht erneut in die Beweisaufnahme ein, um neu aufgetretene Gesichtspunkte zu prüfen.

Der 30 Jahre alte Mann hatte laut Anklage im Dezember 2015 nach einem Streit um einen alten Laptop den 36-jährigen Verkäufer des 30 Euro teuren Rechners erschossen. Laut Gericht hatte der Schütze zuvor mit Plastik ummantelte Stahlstifte in den Lauf der Schreckschusswaffe gesteckt, die er in Polen erworben hatte. Das Opfer wurde von vier Projektilen getroffen, zwei davon waren einer Gutachterin zufolge tödlich.

In einem vorangegangenen Prozess war der Schütze zu acht Jahren Haft verurteilt worden, legte dagegen jedoch Revision ein. Die Staatsanwaltschaft blieb mit ihrer Forderung nun knapp unter diesem Strafmaß. Strafmildernd wertete sie das teilweise Geständnis des Angeklagten und dessen Reue. Er hatte eingeräumt, die Waffe gezogen zu haben, habe sich damit jedoch gegen einen Angriff wehren wollen. Zeugen erklärten im Prozess, dass das Opfer auf den Schützen zugelaufen war, obwohl er wusste, dass dieser eine Waffe in der Hand hatte.

OZ

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