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MV aktuell Tolle Hechte, große Zander und Makrelen
Nachrichten MV aktuell Tolle Hechte, große Zander und Makrelen
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Was für ein toller Hecht: Mit diesem 1,31 Meter langen und fast 15 Kilogramm schweren Räuber, den Torsten Uckert im August im Schweriner See fing, war ihm der Spitzenplatz in der Hecht-Kategorie nicht zu nehmen. Quelle: privat
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Rostock

Es waren keine fünf Minuten vergangen, seit Philip Strauhs begonnen hatte, den Gummifisch kurz über Grund in der Elbe bei Dömitz (Ludwigslust-Parchim) tanzen zu lassen. „In der Nähe einer Buhne ,knallte’ es dann“, erinnert sich der 19-jährige Ludwigsluster. Er merkte sofort: Das musste ein kapitaler Räuber sein, der sich an diesem Augusttag im vergangenen Jahr den gut zehn Zentimeter langen Kunstköder „Firetiger“ einverleibt hatte.

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Bei der OZ-Aktion „Fisch des Jahres“ gab es 2017 so viele und außergewöhnliche Fänge wie nie. Hobbyangler in MV meldeten erstmals Leng und Wolfsbarsch.

Und richtig. Gut fünf Minuten kämpfte er dann mit einem prächtigen Zander. Obwohl seine Brüder Christian (33) und Michael (32) dem Hobbyangler beim Anlanden halfen, wäre der 7,4 Kilogramm schwere Fisch fast entwischt. Denn der Kescher brach. Mit etwas Glück holte das Trio den Zander an Land. Und der angehende Bankkaufmann Philip führt seither nicht nur die Familienwertung an, sondern sicherte sich auch den Spitzenplatz in dieser Kategorie der Gemeinschaftsaktion „Fisch des Jahres 2017“.

Seit nunmehr zehn Jahren suchen die OSTSEE-ZEITUNG, der Landesanglerverband MV (LAV) und die Fachmärkte Angeljoe die Meisterangler im Nordosten. Top-Resultate stehen für 2017 in 34 Kategorien zu Buche (siehe Tabelle). „Das vergangene Jahr war das bisher erfolgreichste. Wir erhielten weit mehr als 200 Meldungen, darunter kapitale Dorsche und zahlreiche Exoten, wie Wolfsbarsch und Leng“, resümiert Axel Pipping (54), LAV-Geschäftsführer. Dies lasse nicht nur die Herzen der Angler höher schlagen, sei auch für die Wissenschaftler im Nordosten von Interesse, so Pipping. Er bewertete die Vielzahl der Fischarten als Zeichen für nachhaltiges Angeln und kluge Gewässerbewirtschaftung.

Die Ergebnisse zeigen auch, dass unter anderem Makrelen an der hiesigen Ostseeküste wieder regelmäßig gefangen werden. Mit einem 50 Zentimeter langen Exemplar hatte auch Jürgen Giese nicht gerechnet. Ende Juli glückte es dem 53-jährigen Güstrower, vor Warnemünde mit einem Heringspaternoster dieses außergewöhnliche Exemplar an Bord zu holen. Daheim habe seine Frau Silke eine gebackene Variante des schmackhaften Schwarmfisches probiert. „Meinen Zwei-Kilo-Aal haben wir in zehn Portionen geteilt und gebraten“, schwärmt Marco Hanisch. Der selbstständige Handwerksmeister (42) bekam es mit dem Super-Schlängler in einer Augustnacht gegen zwei Uhr im Güstrower Inselsee zu tun.

„Nach dem Biss dachte ich, der Fisch ist verloren, es war kein Widerstand zu spüren. Wahrscheinlich ist er mir entgegen geschwommen“, sagt der Mecklenburer. Kurz vor dem Boot begann das Spektakel. Es sei nicht so einfach gewesen, den kräftigen Aal ins Boot zu holen“, erinnert sich der Güstrower. „Mecklenburg-Vorpommern macht seinem Ruf als Deutschlands Anglerparadies alle Ehre. Hier kann man zu jeder Jahreszeit erfolgreich fischen“, betont Jonas F. Müller (39). Der Geschäftsführer der bundesweit neun Angeljoe-Filialen ist ebenfalls von der Artenvielfalt begeistert. Die Leng- und Wolfsbarsch-Fänge sind für ihn herausragend. Zudem verweist er auf die guten Plattfischbestände in der Ostsee. Ausgezeichnete Speisefische seien die Meerforellen, von denen wieder beachtliche Exemplare gefangen wurden. „Aufhorchen lassen aktuell außergewöhnliche Lachsfänge vor Warnemünde und Rügen“, verdeutlicht Müller.

Der Start im neuen Angeljahr verlief bestens. So kämpfte der Rostocker Dr. Sven Hille am 21. Januar vor Warnemünde mit einem 1,12 Meter langen Ostsee-Lachs vor Warnemünde. Der 14 Kilo schwere Raubfisch konnte einem zwölf Zentimeter langen Trolling-Blinker nicht widerstehen. Im April werden die OZ-Meister-Angler von 2017 geehrt. Traditionell erfolgt die Auszeichnung beim gemeinsamen Fischen. Wo sich die Petrijünger treffen, wird noch nicht verraten.

Foto und Zollstock bitte nicht vergessen!

Die Teilnehmer an der Aktion „Fisch des Jahres 2018“ übermitteln Namen, Adresse, Telefonnummer, Fischart, Länge, Gewicht, Fang-

datum und -ort sowie Namen des Zeugen.

Nötig ist unbedingt ein Foto: Zollstock oder Maßband bitte

neben den Fisch legen!

Einsendeschluss: 31. 1. 2019.

Meldungen an:

Landesanglerverband (LAV MV),

Siedlung 18a, OT Görslow, 19067 Leezen, (lav-mv@t-online.de);

Angelfachmarkt Angeljoe Rostock, Am Handelspark 3, 18184 Broderstorf (rostock@angeljoe.de) / Angeljoe Stralsund, Greifswalder Chaussee 4, 18439 Stralsund (stralsund@angeljoe.de);

OSTSEE-ZEITUNG,

Volker Penne,

R.-Wagner-Str. 1a, 18055 Rostock,

(volker.penne@ostsee-zeitung.de)

 Volker Penne

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