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MV aktuell Touristiker: Bund gefährdet Jobs mit Wasserstraßen-Plan
Nachrichten MV aktuell Touristiker: Bund gefährdet Jobs mit Wasserstraßen-Plan
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00:01 11.10.2016

. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sind durch die geplante Entwidmung von Wasserstraßen über das Bundesprogramm „Blaues Band“ Hunderte Arbeitsplätze gefährdet. Das haben Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU), Tourismusverbände und Unternehmer beider Länder gestern auf einer Tagung in Waren an der Müritz betont. „Wenn das so umgesetzt wird, können traditionelle Wasserreviere bald nicht mehr genutzt werden“, sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Deutschen Tourismusverbandes, Dirk Dunkelberg. „Die Pläne würden das Erreichte infrage stellen“, sagte Glawe.

Das Konzept von Bundesverkehrs- und -umweltministerium sieht vor, dass sich der Bund nur noch auf für Güterverkehr wichtige Wasserwege konzentriert und vorwiegend touristisch wichtige Wasserwege der Renaturierung überlässt.

Es geht vor allem um das bundesweit einmalige Netz von Flüssen und Seen zwischen Berlin, der Müritz, der Peene, Schwerin und Hamburg sowie um touristische Wasserstraßen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Allein in Mecklenburg-Vorpommern sind 130000 Menschen im Tourismus tätig. Dem wichtigen Wassertourismus werden allein zwischen Elbe und Oder 1400 Firmen mit mehr als 7000

Beschäftigten zugerechnet. „Wir müssen deutlich machen, dass die Seen und Wasserstraßen von zentraler Bedeutung für den ganzen Tourismus und andere Branchen sind“, sagte Jürgen Seidel als Präsident des Landestourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern.

OZ

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