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Traumjob am Meer: Strandtesterin in MV unterwegs

Kühlungsborn Traumjob am Meer: Strandtesterin in MV unterwegs

Die Rheinländerin Hanna Hoff nimmt 126 Strände an der Ostsee unter die Lupe / Täglich dokumentiert sie ihre Eindrücke im Internet

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Strandtesterin – ein Traumjob am Meer

Das erste Mal an der Ostsee: Testerin Hanna Hoff (24) aus Köln nimmt den Strand in Kühlungsborn unter die Lupe. Fotos (2): Frank Söllner

Kühlungsborn. Hanna Hoff sitzt am weißen Sandstrand und blickt hinaus aufs Meer. Später relaxt sie im Strandkorb und genießt Erdbeereis zum Sonnenuntergang. Klingt nach Urlaub. Von wegen! Für die 24-Jährige ist das Alltag. Sie arbeitet als Strandtesterin. Elf Wochen lang.

OZ-Bild

Die Rheinländerin Hanna Hoff nimmt 126 Strände an der Ostsee unter die Lupe / Täglich dokumentiert sie ihre Eindrücke im Internet

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„Ich kann bei der Arbeit barfuß durch den Sand laufen“, freut sich die Rheinländerin. Dabei schaue sie, ob es Spielgeräte gibt, behindertengerechte Aufgänge, Hundestrände, Internetempfang und wie teuer das Essen ist. Immer mit dabei Kamera und Laptop, denn ihre Reise dokumentiert die junge Frau mit Fotos und Videos. Ihr Auftraggeber ist die Metatravel Service GmbH mit Sitz in Bastorf (Kreis Rostock). Das 2009 gegründete Unternehmen vermittelt Ferienunterkünfte und betreibt das Internetportal Ostsee24.de. Auf dem zeigt Hanna Hoff jeden Tag Bilder und Filme von den Stränden, an denen sie gerade unterwegs ist.

Ihre Einsatzorte sind für sie völliges Neuland. „Ich bin das erste Mal an der Ostsee“, erzählt sie. Die Region gefalle ihr sehr gut. „Ich hätte nie vermutet, dass die Strände hier so weiß sind“, ergänzt sie. Angefangen hat ihr Praktikum Anfang August in Göhren auf der Insel Rügen. In dieser Woche ist sie in Kühlungsborn und Neubukow unterwegs. Ziel ist es nicht, eine Hitliste zu erstellen, sondern so viele Informationen wie möglich zu sammeln. „Damit jeder den Strand findet, der zu ihm passt.“ Manche mögen es an der Steilküste, andere erholen sich gern in der Boddenlandschaft. Die Testerin selbst findet den Sand auf Usedom am feinsten. Und auf der Schaabe, dem längsten Strand von Rügen, sei es schön ruhig und nicht so überlaufen. Eigentlich studiert Hanna Hoff in Passau (Bayern) Geologie und Tourismus. „Dazu passt ein Strandpraktikum ganz gut“, sagt sie. Und so ist sie in den Flieger gestiegen und an die Küste gekommen. Die hat sie mittlerweile lieben gelernt – und auch das Essen schmeckt: Matjes und Fischbrötchen sind ihr neues Leibgericht. Auch die etwas wortkargen Nordlichter hat sie inzwischen in ihr Herz geschlossen.

Neben den Stränden testet Hanna Hoff auch verschiedene Unterkünfte. Am besten gefallen hat es ihr bisher in ihrer schwimmenden Bleibe in Kröslin bei Usedom. Aber auch Nächte im Baumhaus und in der Heukoje sind in guter Erinnerung.

Und die Reise geht weiter. Mit ihrem Ostsee-Mobil, einem Auto, das sie „Störtebecca“ getauft hat, steuert sie in den nächsten Wochen noch weitere Ziele an. Insgesamt sollen 126 Strände an der Ostsee getestet werden – bis Mitte Oktober, und auch in Schleswig-Holstein. Rund 80 Strände sind es in MV, bis zu drei schafft Hanna Hoff am Tag. Trotzdem: Bis sie im Nachbar-Bundesland eintrifft, dauert es noch eine Weile. Schließlich hat MV „viele schöne Strände“. Dass man an einigen Abschnitten auch nackt baden darf, habe sie zwar gewusst. „Aber live gesehen habe ich das erst hier“, erzählt sie. Das ideale Strand-Testwetter sei übrigens sonnig, aber nicht allzu heiß. „Sonst ist es zu voll und man kann die Spielgeräte und Strandkörbe nicht ausgiebig ausprobieren.“

Wer Hannas Reise verfolgen will, kann das im Internet auf www.ostsee24.de/strandpraktikum tun oder auf der Ostsee24-Facebook-

Seite. Dort erfährt man, wo die Testerin gerade ist und bekommt frische Eindrücke live vom Meer.

Übernachtungs-Rekord

11,7 Millionen Übernachtungen gab es in Mecklenburg- Vorpommern in den ersten sechs Monaten dieses Jahres, das waren 4,6 Prozent mehr als im bislang erfolgreichsten ersten Halbjahr 2015. Im gesamten Jahr wird mit 30,5 Millionen Übernachtungen ein Rekordergebnis erwartet.

Während die Küste enorm gefragt ist, gab es im Binnenland leichte Rückgänge – obwohl es etwa mit der Mecklenburgischen Seenplatte und vielen Schlössern und Herrenhäusern attraktive Reiseziele gibt.

Kerstin Schröder

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