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MV aktuell Trickbetrüger kommen immer häufiger zum Zuge
Nachrichten MV aktuell Trickbetrüger kommen immer häufiger zum Zuge
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00:00 08.12.2017
Neubrandenburg/Schwerin

Trotz wiederholter Warnungen kommen Trickbetrüger in Mecklenburg-Vorpommern immer öfter zum Zuge. Der Schaden beträgt 2017 schon mehr als 450 000 Euro, etwa 80 000 Euro mehr als 2016, wie ein Sprecher des Landeskriminalamts Mecklenburg-Vorpommern in Rampe bei Schwerin erklärte. In den ersten neun Monaten seien 680 versuchte und vollendete Betrugsfälle dieser Art gemeldet worden, rund ein Drittel mehr als 2016 und mehr als doppelt so viele wie 2015. Dabei entfallen den Angaben zufolge auf den Enkeltrick, bei dem falsche Verwandtschaftsverhältnisse vorgetäuscht werden, nur noch 44 Prozent aller Versuche. Dagegen stieg die Zahl der falschen Polizisten stark an.

„Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt und legen Sie einfach den Hörer auf, wenn jemand Geld fordert“, empfiehlt Matthias Rascher. Die mit Abstand größte Zunahme der Delikte wurde im Osten beim Polizeipräsidium Neubrandenburg registriert. „Wir hatten 2017 mehr als dreimal so viel Fälle wie 2016, als es 135 waren“, erläuterte Sprecherin Nicole Buchfink. Der Trend gehe etwas weg vom klassischen Enkeltrick. Betrüger gäben sich öfter als falsche Polizisten, Staatsanwälte oder Gewinnvermittler aus. „Die Maschen werde n immer vielseitiger, perfider und manchmal sehr hartnäckig.“ Der Schaden sei in den Kreisen Vorpommern-Rügen, Vorpommern-Greifswald und Mecklenburgische Seenplatte von 160

000 Euro 2016 auf bisher 350000 Euro in diesem Jahr gestiegen. Waren 2016 noch 62 Prozent aller Trickbetrügereien „Enkeltricks“, sank dieser Anteil um ein Drittel. Hatten sich im Vorjahr noch acht Prozent der Anrufer als falsche Polizisten vorgestellt, waren 2017 schon 26,8 Prozent aller Gauner als angebliche Polizisten am Hörer.

Winfried Wagner

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