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Trio aus MV bringt den Tierschutz in die Schulen

Trio aus MV bringt den Tierschutz in die Schulen

Spezial-Unterricht für Kinder und Jugendliche

Rostock. Aquarien in der Schule, Kaninchengehege in der Kita: Drei Tierschutzlehrer gibt es in Mecklenburg-Vorpommern. Sie werden gerufen, wenn Kinder und Jugendliche tierische Bauprojekte planen. Denn bei denen gibt es einiges zu beachten. Zum Beispiel buddeln Kaninchen gern. „Deshalb müssen die Gehege auch nach unten hin abgesichert werden, sonst sind die Tiere schnell wieder weg“, erklärt Peter Bürger. Mit Christine Liebau und Marion Balscheit ist er im ganzen Land unterwegs, um Aufklärungsarbeit zu leisten.

Ausgebildet wurden die drei in der Akademie des Deutschen Tierschutzbundes in München. Seit Ende vergangenen Jahres sind sie ehrenamtlich im Einsatz – organisieren Seminare, Exkursionen und Arbeitsgruppen. Grund: Der Tier- und Artenschutz ist in Mecklenburg-Vorpommerns Schulen kein fester Bestandteil in den Lehrplänen. „Das Thema wird nur behandelt, wenn ein Lehrer es von sich aus mit in seinen Unterricht integriert“, bedauert Bürger.

Doch das Interesse bei den Kindern sei groß. „Sie wollen alles über Hunde, Katzen oder Vögel wissen“, betont Bürger. Hauptberuflich arbeitet er als Konstrukteur. In seiner Freizeit dreht sich aber alles um Tiere. Sein Spezialgebiet sind Exoten als Haustiere, wie zum Beispiel Reptilien. Zu Hause, auf seinem Grundstück in Gransebieth (Vorpommern-Rügen), hält er die aber nicht. Dafür Hühner, Gänse, Enten und Kaninchen.

Lehrer-Kollegin Marion Balscheit ist Medizinerin in Nordwestmecklenburg und engagiert sich seit vielen Jahren bei den Ärzten gegen Tierversuche. Die Dritte im Lehrerbund ist Christine Liebau, eine freie Journalistin aus dem Kreis Mecklenburgische Seenplatte. Sie bildet Suchhunde aus und bietet Feriencamps für junge Leute an, die sich für den Tierschutz interessieren.

Bundesweit sind zurzeit 68 Tierschutzlehrer unterwegs. Sie beantworten nicht nur Fragen, welches Haustier zu wem passt und wie Gehege oder Terrarien gestaltet werden müssen. Natürlich berichten sie auch über die Situation von Nutztieren. Um die bedrängte Situation von Legehennen nachzuempfinden, stellen sich die Kinder zum Beispiel in ein auf dem Boden abgeklebtes, ein Quadratmeter großes Feld.

„So soll ihnen verdeutlich werden, wie bedrückend die Lebensumstände für Legehennen in Käfighaltung sind“, erklärt Bürger. Rollenspiele und eigenes Erleben würden häufig dabei helfen, die Bedürfnisse von Tieren besser zu verstehen.

• www.tierschutzlehrer-in-mv.de

Von Kerstin Schröder

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