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MV aktuell Trockenobst aus Vorpommern
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03:50 10.09.2013
Die Biosanica-Mitarbeiterinnen Anke Mielke (l.) und Angelika Behnke (r.) präsentieren mit ihrer Chefin, Geschäftsführerin Monika Nätscher, frische Apfelscheiben. Quelle: Christian Rödel
Süderholz

Trockenfrüchte in Bio-Müslis und Bio-Tees kommen künftig aus Vorpommern. Eines der modernsten Werke Europas zur Produktion von Trockenfrüchten ist nämlich gestern am Pommerndreieck bei Grimmen eröffnet worden. Rund 3,6 Millionen Euro sind in die Produktionsstätte von Biosanica investiert worden, die sich auf einem Gelände an der Nahtstelle von Autobahn 20 und Rügenzubringer befindet. Monika Nätscher und ihr Mann Martin, Chefs bei Biosanica, hatten 2012 entschieden, den Lebensmittelpunkt der Familie nach Vorpommern zu verlegen. Die Firma produzierte bislang allein im fränkischen Himmelstadt.

Das neue Trockenfrüchte-Werk ist der erste produzierende Betrieb im Großgewerbegebiet Pommerndreieck im wirtschaftsschwachen Vorpommern. 15 Arbeitsplätze sind entstanden. Zu den Beschäftigten gehört Anke Mielke (45). „Ich freue mich sehr auf die Aufgaben im Bereich der Produktion“, sagt die Grimmenerin. „Ich wohne in Abtshagen und hatte bisher täglich 130 Kilometern Arbeitsweg. Jetzt sind es nur noch 25 Kilometer. Ich bin überglücklich, in der Nähe einen so tollen Arbeitsplatz gefunden zu haben“, schwärmt Ronald Jähnke (53), ebenfalls neu bei Biosanica.

Zur Eröffnung gestern kamen viele Gäste, etwa Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD), Wirtschaftsminister Harry Glawe und Landrat Ralf Drescher (beide CDU). Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) sagte, er hoffe, dass die Ansiedlung eine „Initialzündung für den Standort“ wird.

Gefördert wurde das Projekt auch vom Land. Rund 1,6 Millionen Euro flossen als Fördermittel, „über die Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaft, kurz GRW“, erläutert Harry Glawe.

„Wir haben derzeit weitere drei Anfragen von Investoren aus den Bereichen Logistik, Metallbau und Nahrungsgüter, sodass außerdem noch 20 Arbeitsplätze entstehen könnten, im günstigsten Fall sogar fast 100“, informiert Alexander Benkert (CDU), Bürgermeister in Süderholz. Matthias Horn, Wirtschaftsförderer beim Landkreis, betont, dass es wichtig sei, Investoren wie Martin Nätscher möglichst optimale Bedingungen zu bieten: „Wir befinden uns im weltweiten Wettbewerb, Polen ist in der Nähe.“ Rolf Kammann, Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern (WfG) hofft, dass Biosanica eine Impulswirkung haben könne: „Ich bin sehr optimistisch.“ Rund 20 Tonnen Frischware könnten pro Tag verarbeitet werden, erläutert Monika Nätscher. Die Äpfel kommen derzeit unter anderem aus Südtirol, von Rügen und aus dem Alten Land.

Abnehmer der am Pommerndreieck produzierten Trockenfrüchte sind Müsli-Hersteller und Teeproduzenten, die die getrockneten Früchte als Zutaten für Bio-Müsli oder Bio-Tees benötigen. Die Produkte werden auch unter der Eigenmarke Biosanica vertrieben.

Für Vorpommern, wo nun mit modernerem Maschinenpark und in größeren Mengen produziert werde, hätten der gute Zugang zu den Rohstoffen und das Arbeitskräftepotenzial gesprochen. Die Mitarbeiter erhielten einen Lohn, der über dem von der Bundestags- Opposition geforderten Mindestlohn von 8,50 Euro liege, sagte Nätscher.

Biosanica — das Unternehmen am Pommerndreieck

3,6 Millionen Euro kosteten Produktionshalle mit Kühlhaus, Entkernungsmaschine und Trockenanlage, die auf dem 22 000 Quadratmeter großen Grundstück in den letzten sieben Monaten errichtet wurden. 1,6 Millionen Euro davon sind Fördermittel des Landes.5000 Tonnen Bio-Äpfel pro Jahr will die Biosanica Manufaktur GmbH mit 15 Arbeitskräften zu getrockneten Apfelchips, Apfelwürfeln und -pommes verarbeiten. Das Unternehmen will künftig auch Bio-Birnen, -Erdbeeren und -Kirschen zu Trockenobst verarbeiten.

Christine Drabsch, Martina Rathke und Peter Schlag

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