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Türkei-Einsatz: Soldaten sollen besser vorbereitet werden

Bad Sülze Türkei-Einsatz: Soldaten sollen besser vorbereitet werden

Die Bundeswehr reagiert auf Missstände bei der Patriot-Truppe in Kahramanmaras.

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Das Patriot-Geschwader 2 wird aufgelöst.

Quelle: Frank Hormann/nordlicht

Bad Sülze. Die Luftwaffe zieht Konsequenzen aus den Problemen beim Patriot-Einsatz in der Türkei: Nachdem Soldaten über Missstände am Standort Kahramanmaras geklagt hatten, sollen die Teilnehmer des zweiten Kontingents besser auf ihren Einsatz vorbereitet werden, sagte der stellvertretende Kontingentführer Stefan Klenz gestern in Bad Sülze (Vorpommern-Rügen). „Wir werden die Soldaten auf den schlechtestmöglichen Fall vorbereiten, damit sie dann vor Ort positiv überrascht werden“, sagte Klenz. Beim ersten Kontigent, das seit Ende Januar im Südosten der Türkei stationiert ist, sei es andersrum gewesen. Die Truppe hatte zuletzt über katastrophale hygienische Zustände und schlechte Behandlung durch das türkische Militär berichtet.

Die Soldaten der in Bad Sülze und Sanitz (Landkreis Rostock) stationierten Patriot-Staffeln tragen die Hauptlast des Türkei-Engagements. Sie sollen den Nato-Partner vor Angriffen aus dem Nachbarland Syrien schützen. Ende April wird das erste Kontingent abgelöst. „Der zweite Einsatz wird geordneter ablaufen, weil wir mehr Zeit zur Vorbereitung haben“, so Klenz. „Die Soldaten machen bis dahin eine Art verkürzte Grundausbildung.“ Dazu gehöre auch Länderkunde, bei der kulturelle und soziale Besonderheiten der Türkei vermittelt werden. „Der Einsatz ist anders als der in Afghanistan, wo die Bundeswehr in eigenen Camps untergebracht ist. In Kahramanmaras haben wir uns den Regeln der Türkei unterzuordnen“, betonte Klenz, der mit dem zweiten Kontingent in die Türkei fährt. „Ich habe keine Bedenken, dass wir dort nicht willkommen sind. Aber es liegt auch an uns, die Bundeswehr positiv darzustellen.“

Mitten in den Türkei-Einsatz fiel gestern eine Strukturreform bei der Patriot-Truppe: Das in Bad Sülze und Sanitz beheimatete Flugabwehrraketengeschwader 2 wurde aufgelöst. Die einzelnen Patriot-

Einheiten bleiben jedoch bestehen. Sie gehören ab 1. April zum einzig verbliebenen Geschwader 1 mit Sitz in Husum (Schleswig-Holstein). Von den 1523 militärischen und zivilen Dienstposten bleiben 1164 übrig.

Axel Büssem

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