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Türme gegen Wohnungsnot: Rostock plant neue Hochhäuser Die WG Union will im Stadtteil Lütten Klein einen 66 Meter hohen Wohnturm bauen / Die Stadt...

Rostock Türme gegen Wohnungsnot: Rostock plant neue Hochhäuser Die WG Union will im Stadtteil Lütten Klein einen 66 Meter hohen Wohnturm bauen / Die Stadt macht sich für weitere Hochhäuser an der Warnow stark

Rostock Um die Wohnungsnot in Rostock in den Griff zu bekommen, will Bausenator Holger Matthäus hoch hinaus: Der Grünen-Politiker macht sich für den Bau neuer Hochhäuser in Rostock stark.

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Hochhäuser gegen Wohnungsnot: Neuer Turm für Lütten Klein?

Hochhäuser brauchen wenig Fläche, sind energieeffizient und bieten kostengünstigen Wohnraum.“Holger Matthäus, Bausenator (Grüne)

Rostock. Um die Wohnungsnot in Rostock in den Griff zu bekommen, will Bausenator Holger Matthäus hoch hinaus: Der Grünen-Politiker macht sich für den Bau neuer Hochhäuser in Rostock stark. „Sie brauchen wenig Fläche, sind kostengünstig und bieten viel Platz“, sagt Matthäus. Für den ersten neuen Wohnturm Rostocks gibt es bereits konkrete Pläne: Die Wohnungsgenossenschaft (WG) Union will im Stadtteil Lütten Klein ein Hochhaus bauen – mit mehr als 140 Wohnungen. 22 Stockwerke soll der 40-Millionen-Euro-Bau in den Himmel ragen. Er wäre damit nur eine Etage niedriger als das höchste Gebäude des Landes, das 77 Meter hohe Wiro-Hochhaus an der August-Bebel-Straße.

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Rostock Um die Wohnungsnot in Rostock in den Griff zu bekommen, will Bausenator Holger Matthäus hoch hinaus: Der Grünen-Politiker macht sich für den Bau neuer Hochhäuser in Rostock stark.

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Mit den Plänen für ihren 66 Meter hohen Turm hat die WG Union Ende vergangener Woche Politik und Verwaltung vollkommen überrascht. Entstehen soll das Gebäude auf dem Areal der ehemaligen Salvador-Allende-Klinik. Bereits 1999 hatte die Stadt das Gelände verkauft – an private Investoren. Seit 2011 gehört das gut 30 000 Quadratmeter große Areal nun der WG Union. Alle bisherigen Planungen für den Abriss der Klinik-Ruinen und den Bau neuer Wohngebäude auf dem Gelände scheiterten – an den Kosten und an Auflagen der Stadt.

„Deshalb wollen wir einen anderen Weg gehen“, sagt Volker Fritz, Vorstand der WG Union. Die Idee, in Lütten Klein ein Hochhaus zu errichten, sei bereits drei Jahre alt. „Damals war die Stadt von der Vorstellung gar nicht begeistert.“ Nun nimmt die WG Union einen neuen Anlauf, hat auf eigene Rechnung vom Tüv Nord einen Bebauungsplan des Areals vorgelegt und die Planer des Rostocker Ingenieurbüros Inros Lackner mit den ersten Entwürfen für den Turm beauftragt. In das Erdgeschoss soll eine Kita einziehen, in die oberste Etage ein Restaurant mit Weitblick – über ganz Rostock, die Warnow und die Ostsee. „Wir planen mit einem etwa 66 Meter hohen Gebäude“, sagt Fritz. Im Rostocker Rathaus kommen die Hochhaus-Pläne gut an – trotz schlechter Erfahrungen: Auch in der Südstadt wollten die Planer der Wohnungsgesellschaften nämlich hoch hinaus. Drei Hochhäuser sollten dort entstehen, jeweils elf Stockwerke hoch. Der Aufschrei war riesig: „Die Planungen sind erst mal vom Tisch“, sagt Bausenator Matthäus. Er halte die Idee, in den Himmel zu wachsen, dennoch für richtig: „Solche Gebäude passen überall dorthin, wo wir Zentren haben – in den Mittelpunkt der Stadtteile.“ Die Pläne für Lütten Klein seien „spannend“. Mit dem Hochbau ließen sich Flächen sparen: „Das ist eine kompakte, effiziente Bauweise – und zudem energieeffizient.“

Das Hochhaus in Lütten Klein wäre das vierthöchste Bauwerk Rostocks: Höher wären – neben dem Wiro-Hochhaus – nur der Sender Toitenwinkel (245 Meter) und der Kühlturm des Kraftwerks (141 Meter).

Das höchste Wohngebäude des Landes könnte indes bald in Prora auf Rügen stehen: Dort stimmen die Wähler am Sonntag über den Bau eines Hochhauses mit 104 Metern Höhe ab. Das Projekt ist auf Deutschlands größter Insel hochumstritten.

Andreas Meyer

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