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MV aktuell Umstellung auf Öko-Landbau stockt
Nachrichten MV aktuell Umstellung auf Öko-Landbau stockt
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00:00 20.03.2013
Güstrow

In Mecklenburg-Vorpommern sind laut Agrarbündnis immer weniger Landwirte bereit, ihre Betriebe auf Öko-Landbau umzustellen. Ursache sind ungünstige Rahmenbedingungen und eine zu geringe finanzielle Förderung, erklärte Sprecher Burkhard Roloff gestern auf der Wintertagung des Agrarbündnisses in Güstrow (Kreis Rostock). Im Land werden für die Umstellung sowie die Beibehaltung des Öko-Landbaus 150 Euro je Hektar und Jahr gezahlt. Das ist unattraktiv als Anreiz für die Umstellung und zu wenig als Ausgleich für geringere Erträge bei ökologischer Wirtschaftsweise, so Roloff. Ab 2014 unterstützt der Bund die Länder bei den Öko-Prämien. Möglich sind dann 348 Euro je Hektar für die Umstellung und 216 Euro für die Beibehaltung — wenn das Land kofinanziert.

Das größte Hemmnis bei der Entwicklung des Öko-Landbaus aber besteht nach Angaben von Roloff seit 20 Jahren in einer nach seiner Ansicht ungerechten Bodenver gabe. Für die nachhaltige Vergrößerung der Bio-Anbaufläche ist neben der Umstellung auch die Erweiterung der bestehenden und die Gründung von neuen Bio-Betrieben notwendig. Das geh t nur durch eine gerechtere Verteilung der Flächen, die im Besitz der bundeseigenen Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) und des Landes sind.

„Die Flächen im Eigentum des Landes sollten in der nächsten Verpachtungsrunde möglichst breit an viele verschiedene Betriebe verpachtet werden, um die bisherige bodenpolitische Wettbewerbsverzerrung gegenüber bäuerlichen Betrieben zu beenden“, so Roloff. Das Agrarbündnis forderte die sogenannte beschränkte Ausschreibung der BVVG-Flächen auf maximal zehn Hektar für arbeitsintensive Wirtschaftsformen wie Tierhaltung, Gartenbau und Ökolandbau. Gleichzeitig muss der Flächenerwerb je Landwirt auf 100 Hektar begrenzt werden. In MV bewirtschaften derzeit 811 Agrarbetriebe 123 000 Hektar nach ökologischen Richtlinien.

Birgit Sander

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