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Union-Rowdys droht Transportverbot

Rostock/Berlin Union-Rowdys droht Transportverbot

30000 Euro Schaden bei Verwüstung von drei Rostocker Bahnwaggons / Polizei wertet Videobilder aus

Rostock/Berlin. Nach Verwüstungen in einem Fanzug von Union Berlin auf der Rückfahrt vom Freundschaftsspiel in Rostock droht den Anhängern des Fußball- Zweitligisten ein Transportverbot durch die Deutsche Bahn. Außerdem wird das Unternehmen von den Rowdys Schadenersatz fordern. „Randalierer haben in unseren Zügen nichts zu suchen. Wir werden die Täter zur Kasse bitten und prüfen Hausverbote und Beförderungsausschlüsse“, sagte Karsten Schumacher, Chef von DB Regio in Rostock, wo die beschädigten Fahrzeuge herstammen.

 

OZ-Bild

Die abgerissene Deckenverkleidung in einem Waggon.

Quelle: DB

Am vergangenen Sonnabendabend sind von gewalttätigen Union-Anhängern drei fast fabrikneue Waggons verwüstet worden. Dabei wurden Wand- und Deckenverkleidungen eingeschlagen, Fenster- Rollos heruntergerissen, Lampen und Glasscheiben eingetreten, Kabel herausgerissen und mehrere Video-Überwachungskameras entwendet. Zudem wurde der Zug innen und außen mit Graffitis und Filzstift beschmiert sowie mit Aufklebern bepflastert. „Eine solch massive Zerstörung ist selten“, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Der entstandene Schaden beträgt rund 30000 Euro.

Ein Bahnsprecher sagte auf OZ- Anfrage, dass es Videoaufzeichnungen aus den Waggons gibt. Diese wurden zur Auswertung an die Bundespolizei weitergeleitet. In dem Zug befanden sich insgesamt rund 600 Union-Fans, etwa 400 stiegen gegen 23.45 Uhr am Bahnhof Gesundbrunnen in Berlin aus. Später in der Nacht hat die Polizei gegen 2.00 Uhr eine etwa 50-köpfige, teilweise vermummte Gruppe von Union-Anhängern im Stadtteil Berlin-Friedrichshain kontrolliert. Die Beamten stellten die Personalien fest. Bei Durchsuchungen fanden sie unter anderem Sturmhauben, geringe Mengen Betäubungsmittel und eine Überwachungskamera, die aus dem verwüsteten Zug stammen könnte. Die Ermittlungen dazu laufen.

Zurzeit werden die drei Doppelstockwagen in Rostock repariert. Es müssen neue Verkleidungen montiert, Polster ausgetauscht und Fenster ersetzt werden. Außerdem wird die Elektro-Installation erneuert, dazu kommen Reinigungs- und Malerarbeiten. Das alles wird rund zwei Wochen dauern. Kai Rehberg

OZ

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