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MV aktuell Vandalismus gegen Wahlaufsteller – das Risiko trägt eine Firma
Nachrichten MV aktuell Vandalismus gegen Wahlaufsteller – das Risiko trägt eine Firma
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11:30 15.08.2016

Die häufig zerstörten Plakate zur Landtagswahl sind für die Parteien zwar ein Ärgernis – wirtschaftlich weh tut der Vandalismus aber dem Eigentümer. Rund 1000 Aufsteller in Mecklenburg- Vorpommern gehören der Firma Treger Wahlwerbung im brandenburgischen Wittenberge. Die Parteien haben die 3,5 mal 2,5 Meter großen Tafeln nur gemietet, wie der stellvertretende Geschäftsführer Sebastian Harth sagte. „Wir tragen das volle Risiko.“ Etwa 500 Euro koste ein Aufsteller. Werde eine Tafel zerstört, müsse die Firma sie ersetzen. Zu versichern ist die Wahlwerbung laut Harth nicht: „Das wäre unbezahlbar.“

Die Radikalität, mit der vor der Wahl am 4. September gegen die Aufsteller vorgegangen werde, erschrecke ihn. „Es geht nicht mehr wie früher darum, dass die Tafeln beschmiert und den Kandidaten Hitlerbärtchen angemalt werden“, sagte er. Vielmehr würden die Aufsteller mit voller Wucht zertreten und zerstört, Stützen und Erdnägel gestohlen. Die Mitarbeiter der Firma würden beim Aufstellen der Tafeln bepöbelt und beschimpft.

Mecklenburg-Vorpommern war im Vergleich zu anderen Bundesländern schon immer schwierig, wie Harth einräumte. Doch so schlimm wie diesmal sei es noch nie gewesen. Er sei froh, wenn die Firma mit plus/minus null davonkomme. Die Aufträge habe Treger nur aus Wettbewerbsgründen angenommen. „Einen Gewinn erzielen wir nicht“, befürchtete er. Die meisten Zerstörungen habe es auf Usedom, im Raum Rostock und in der Mecklenburgischen Seenplatte gegeben.

OZ

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