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Verflixte Schneewehen!

Stralsund/Upahl Verflixte Schneewehen!

Experte des ADAC: Zäune und Hecken könnten Straßen freihalten und Autofahrer schützen.

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Christian Sch�fer vom ADAC Hansa.

Quelle: ADAC Hansa

Stralsund. Starke Schneeverwehungen haben in den vergangenen Tagen überall im Land viele Straßen unpassierbar gemacht und schwere Verkehrsunfälle verursacht. Auf der Insel Rügen türmten sich gestern die Verwehungen teilweise meterhoch auf.

„Die Küstengebiete sind immer besonders betroffen, weil dort eine steife Brise weht“, sagt Christian Schäfer vom Automobilclub ADAC Hansa. Schneezäune und Windschutzhecken könnten Autofahrer vor den Schneemassen schützen. „Natürlich kann man sie nicht überall aufstellen, aber zumindest dort, wo Straßen besonders in Mitleidenschaft gezogen werden“, fordert Schäfer.

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Meterhohe Schneemassen: Auf der Insel R�gen sind gestern die R�umfahrzeuge stundenlang im Einsatz gewesen.

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Bereits abgebaut wurden viele Schneezäune im Landkreis Nordwestmecklenburg — und zwar vor etwa zwei Wochen, als es einige Tage sonnig und warm war. Doch dann kam der Schnee zurück und sorgte für Chaos auf den Straßen, zum Beispiel nahe der Ortschaft Groß Pravtshagen. „Die Landwirte haben uns dazu gedrängt, die Schneezäune zu entfernen“, so Dietmar Kressmann vom Straßenbauamt Schwerin. Außerdem sei man, wie viele andere Menschen auch, der Ansicht gewesen, der Winter wäre zu Ende. Wie Harald Kienscherf vom Bauernverband MV erklärt, hätten die Landwirte die milden Temperaturen genutzt, um die Felder zu düngen. „Sobald der Schnee weg ist, müssen sie rauf“, sagt er. Und fürs Düngen müssten die Äcker überall befahrbar sein. Das heißt: Die Zäune müssen weg. Und dass der Winter mit so viel Schnee noch einmal zurückkomme, sei „doch ungewöhnlich“, so Kienscherf. Für ADAC-Experte Christian Schäfer ist das ein Unding: „Man muss doch die Langzeitwettervorhersagen im Auge behalten.“ Zäune kurzfristig nach zu erwartenden Schwerpunktgebieten aufzustellen, hält er für schlichtweg nicht umsetzbar.

Insgesamt wurden in MV knapp 120 Kilometer Schneezäune aufgestellt. „Nahezu vollständig an schneeverwehungsgefährdeten Streckenabschnitten“, heißt es aus dem Verkehrsministerium.

Bereits nach der durch einen Sandsturm 2011 verursachten Massenkarambolage auf der A 19 wurde der Ruf nach mehr Windschutzhecken lauter. Wie Birgit Hamm vom Agrarministerium MV berichtet, sind bisher fünf Vorhaben gefördert worden. Problematisch sei jedoch, dass die Landeigentümer, die oft nicht die Bauern wären, ihr Land nicht zur Verfügung stellen.

Nicht zur Ruhe kommen momentan die Mitarbeiter der Räumdienste. Auf der Insel Usedom verbrauchen sie täglich bis zu 150 Tonnen Streusalz. Die Reserven werden knapp, neues Streugut wurde nachbestellt.

Richtig so: Heute soll es in den Küstenbereichen weitere Niederschläge von bis zu zehn Zentimetern Neuschnee geben.

• Bilder und Video:

ostsee-zeitung.de

Kerstin Schröder

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