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MV aktuell Verfolgungsjagd in Vorpommern
Nachrichten MV aktuell Verfolgungsjagd in Vorpommern
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02:28 22.06.2016

Eine abendliche Verfolgungsjagd, die sich zwei Greifswalder mit der Polizei lieferten, endete am Montag kurz nach 22 Uhr mit der Festnahme der beiden Männer in einem Straßengraben bei Kemnitz. Die Greifswalder, Jahrgang 1981 und 1982, waren in einem Auto mit Vorpommern-Rügen-Kennzeichen vor der Polizei auf der Flucht. Beamte wollten das Fahrzeug bereits in Wolgast am „Platz der Jugend“ kontrollieren. Mehrere Funkstreifenwagen der Polizeireviere Greifswald und Wolgast sowie Zivilfahrzeuge blockierten den Platz. Die Insassen flüchteten jedoch. Die Polizei nahm sofort die Verfolgung auf.

Dann spielten sich Szenen wie in der Actionserie „Alarm für Cobra 11“ ab: Die Fahrzeuge, die zur gemeinsamen Einsatzgruppe der Polizei MV gehören, fuhren mit quietschenden Reifen auf der B 111 stadtauswärts davon. Die Flüchtigen waren ebenfalls Richtung Greifswald unterwegs. Sie umfuhren mehrere Polizeikontrollen. In Höhe des Abzweiges nach Loissin auf der L 262 kamen sie dann ins Schleudern. Sie fuhren Verkehrs- und Hinweisschilder um und kollidierten mit der Leitplanke. Wenige Meter weiter war ihre Flucht beendet. Sie landeten mit dem Wagen im Straßengraben neben der Fahrbahn. Scherben auf der Straße, zerborstene Rücklichter und zahlreiche Autoteile rings um das Fahrzeug machten deutlich, dass sie den Wagen zu Schrott gefahren hatten. Sie selbst blieben bei dem Unfall unverletzt.

Dann erfolgte der Zugriff durch Polizeibeamte der Reviere Greifswald und Wolgast sowie der gemeinsamen Diensteinheit – es klickten die Handschellen bei den beiden Fahrzeuginsassen. Während der eine in einen Funkstreifenwagen verfrachtet wurde, musste der andere mit Handschellen auf dem Rücken am Fahrzeug warten, bis die Beamten die Unfallaufnahme und Autodurchsuchung beendet hatten. Die Polizei wurde im Auto gleich mehrfach fündig. Laut Angaben der Inspektion Anklam konnten Einbruchwerkzeuge wie Bolzenschneider, Brecheisen und Trennschleifer sichergestellt werden. In der Mittelkonsole des Wagens standen noch die angefangenen Bierflaschen des Fahrers und Beifahrers. Gegen einen der beiden Männer lag zudem ein Haftbefehl vor, bestätigte Helmut Walther von der Polizeiinspektion Anklam.

Es soll sich dabei um eine Ersatzfreiheitsstrafe wegen einer nicht gezahlten Geldstrafe handeln.

Nach OZ-Informationen haben die beiden Männer aber noch mehr auf dem Kerbholz: So sollen auch Betäubungsmittel gefunden worden sein. Außerdem haben beide Männer vor der Flucht das McDonald’s-Restaurant in Wolgast aufgesucht und wollten dort ihr Essen mit einem falschen 50-Euro-Schein bezahlen.

C. Meerkatz/t. Wallrodt

. Wer studieren will und den mitunter gefürchteten Numerus Clausus umgehen möchte, für den ist Mecklenburg-Vorpommern ein gutes Ziel.

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