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MV aktuell Vergewaltigung: Polizei verhaftet Verdächtigen in Rostock
Nachrichten MV aktuell Vergewaltigung: Polizei verhaftet Verdächtigen in Rostock
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02:25 24.03.2014
Wir haben Haftbefehl erlassen. Wir geben in Kürze weitere Details zur Tat bekannt.“Holger Schütt, Staatsanwaltschaft

Nach der Gewaltorgie gegen einen 31-Jährigen im Stadtteil Evershagen (die OZ berichtete) sorgt ein weiteres brutales Verbrechen für Entsetzen in Rostock: Ein 35-Jähriger soll in seiner Wohnung in Lichtenhagen eine geistig behinderte Frau mit einem Messer bedroht und vergewaltigt haben. Am Sonnabend wurde gegen den Mann Haftbefehl erlassen.

Wie die OZ aus Ermittlerkreisen erfuhr, hatte sich die Tat schon am vergangenen Donnerstag ereignet. Am Freitag erstattete die Geschädigte mit ihrer Betreuerin Anzeige auf einem Polizeirevier.

Demnach soll sich die Tat wie folgt zugetragen haben: Das Opfer war zunächst bei einer Feier in kleinem Kreis eingeladen. Danach, gegen 19 Uhr, begleitete sie den 35-Jährigen, der mit zu den Gästen gehörte, zu dessen Wohnung nach Lichtenhagen. Dabei lockte er die 29-Jährige unter einem Vorwand zu sich.

Nach OZ-Informationen sollte sich die Frau bei ihm eine DVD abholen. Die Frau wartete zunächst auf dem Flur vor der Wohnung. Dann ging plötzlich alles ganz schnell: Der 35-Jährige riss sie in seine Wohnung und bedrohte sie mit einem Messer. Die 29-Jährige gab an, danach von dem Mann vergewaltigt worden zu sein.

Kurz nachdem die Tat der Polizei am Freitag bekannt wurde, rückten sofort mehrere Streifenwagen vor der Wohnung des Tatverdächtigen an, die Beamten nahmen den mutmaßlichen Vergewaltiger vorläufig fest. Er kam in Zentralgewahrsam. Es gab auch eine Hausdurchsuchung bei dem Beschuldigten. Der 35-Jährige ist nach OZ-Informationen bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten, darunter auch wegen Vergewaltigung. Der Mann besaß einen ausgesetzten Haftbefehl. Nachbarn des 35-Jährigen, die die Polizeiaktion verfolgten, zeigten sich geschockt. „Er soll ja schon einmal eine Frau vergewaltigt und dafür auch einen Monat im Gefängnis gesessen haben“, sagte ein Anwohner. Eine andere Frau zeigte sich erschüttert von der Tat: „Was — hier bei uns im Haus?“

Sonnabendvormittag wurden sowohl die Geschädigte als auch der mögliche Täter von der Kripo auf eine Ernsthaftigkeit dieses schweren Vorwurfs hin vernommen. Die Frau wurde rechtsmedizinisch untersucht. Die Ermittler müssen von der Tat überzeugt gewesen sein, denn kurze Zeit später wurde gegen den 35-Jährigen Haftbefehl erlassen. Holger Schütt, Sprecher der Staatsanwaltschaft, bestätigte den Haftbefehl und will im Laufe des heutigen Tages genauere Auskünfte geben.

Erst Ende vergangener Woche hatte ein Mann im Stadtteil Evershagen Höllenqualen ertragen müssen. Ein Täter-Trio hatte eine Nacht lang auf ihn eingeschlagen und eingetreten. Der Mann konnte sich am Ende mit schweren Verletzungen über den Balkon ins Freie retten.



Stefan Tretropp

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