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Vier Autos in Rostock abgefackelt

Rostock/Demmin Vier Autos in Rostock abgefackelt

Schwerstarbeit für Feuerwehren und Kriminalpolizei in Rostock und an der Seenplatte.

Rostock. Unter Rostocks Autofahrern geht die Angst um: Nach den Reifenstecher-Attacken in der Hansestadt vom Frühjahr wurden nun Autos angezündet. Am frühen Morgen gingen gestern in der Rostocker Südstadt vier Fahrzeuge in Flammen auf, ein weiteres wurde beschädigt. Die Polizei geht von Brandstiftung aus, eine Spur zu möglichen Tätern gibt es noch nicht. Kurz nach 4 Uhr ging der Notruf ein. „Eine Augenzeugin informierte uns über den Brand mehrerer Fahrzeuge auf dem Parkplatz an der Stadthalle“, sagte Polizeisprecher Torsten Sprotte.

Als Polizei und Feuerwehr eintrafen, stand ein Wagen bereits lichterloh in Flammen. Ein dicht daneben parkendes Auto wurde durch das Feuer ebenfalls vollständig zerstört.

Die Feuerwehr war noch mit dem Löschen beschäftigt, als — gegen 4.15 Uhr — bereits der nächste Notruf in der Zentrale einging: Ein lodernder Pkw — gerade einmal einen Kilometer Luftlinie vom ersten Brandort entfernt. Sofort zog die Polizei Kräfte in der Südstadt zusammen, suchte nach den möglichen Tätern. Die Feuerwehr bekämpfte auch den zweiten Brand, konnte aber nicht verhindern, dass zwei daneben stehende Fahrzeuge zum Teil erheblich in Mitleidenschaft gezogen wurden. Nach eingehender Untersuchung würden in beiden Fällen „technische Defekte als Brandursache ausgeschlossen“. Von einer Serie will die Polizei noch nicht sprechen. Allein in diesem Jahr brannten schon 13 Fahrzeuge in Rostock aus. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum 15 Autos in der Hansestadt.

Die Rostocker Brandserie stellt in Mecklenburg-Vorpommern keine Ausnahme dar. In den vergangenen Monaten erschütterte eine Reihe von Großfeuern das gesamte Land. Im Februar wurde ein 17-Jähriger in Barth (Landkreis Vorpommern-Rügen) von der Polizei festgenommen. Insgesamt 15 Taten werden dem Jugendlichen zur Last gelegt. Insgesamt entstand ein Sachschaden von 50 000 Euro. Aktuell halten im Norden des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte zahlreiche Feuer die Einwohner und Rettungskräfte in Atem. Leerstehende Wohnhäuser, Garten- und Bootshäuser sowie Lagerhallen wurden bislang Opfer der Flammen. In der Region ermittelt eine siebenköpfige Sonderkommission — 28 Brände hatte es binnen eines Jahres gegeben. Der Gesamtschaden aller Feuer werde auf rund zwei Millionen Euro geschätzt.

Zuletzt brannte am Montagmorgen eine Scheune, nur mit großer Mühe konnten Feuerwehrleute ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude verhindern. Bei Waren an der Müritz fackelte am Dienstag ein Stall bis auf die Grundmauern nieder. Die Brandursache ist noch unklar — der Sachschaden beträgt 40 000 Euro.

 

 

Stefan Tretropp und Matthias Trenn

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