Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
MV aktuell Vierfach-Impfung für alle: Ärzte erwarten milde Grippesaison
Nachrichten MV aktuell Vierfach-Impfung für alle: Ärzte erwarten milde Grippesaison
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:39 01.10.2018
In der Saison 2018/2019 zahlen die Krankenkassen den Vierfach-Impfstoff gegen Grippe. Er soll Patienten besser schützen. Bisher war in der Regel nur die Dreifachimpfung für Kassenpatienten kostenlos. Quelle: Franziska Gabbert
Rostock

Die Hitzewelle ist verebbt, jetzt rollt die Grippewelle an. Die wird den Nordosten aber wohl längst nicht so heftig erwischen wie im vergangenen Winter. Die Hausärzteschaft rechnet im Vergleich zu 2017/2018 mit einem milderen Saisonverlauf. Damals setzte die schwerste Influenza-Epidemie seit zehn Jahren das Land wochenlang schachmatt.

Gute Chancen, dass MV diesmal glimpflicher davon kommt, verspricht ein effektiverer Impfstoff: Kassenpatienten bekommen in dieser Saison kostenlos ein Präparat gespritzt, das vor vier Erreger-Typen schützt, erklärt Axel Pudimat, Vorsitzender des Landesapothekerverbandes. Im vergangenen Winter hatten die Kassen hingegen meist nur den Dreifachimpfstoff bezahlt. Der wirkte jedoch ausgerechnet gegen jenen Virenstamm nicht, der damals hauptsächlich grassierte. Mit dem Vierfachpräparat „steigt die Chance um 30 Prozent, gegen das richtige Virus zu impfen“, erklärt Stefan Zutz, Vorsitzender des Hausärzteverbandes im Land.

Hausärzte haben Impfdosen auf Lager

Auf die Grippesaison sei MV bereits gut vorbereitet, sagt Axel Pudimat. Viele Hausärzte hätten sich früh mit Impfdosen bevorratet. „Alle Praxen, die bestellt haben, haben wir beliefert.“ Mit dem Vierfach-Impfstoff verbindet er die Hoffnung, dass sich mehr Menschen impfen lassen. Gerade die Risikogruppen sollten damit jetzt beginnen, sagt Stefan Zutz. Dazu zählen chronisch Kranke, über 60-Jährige sowie Schwangere ab dem vierten Monat und Personen, die täglich viel Kontakt zu anderen haben. Doch beim Grippeschutz gibt es dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) zufolge „noch große Reserven“. Um Impfmuffel zu überzeugen, sich den Pieks geben zu lassen, startet Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) im Oktober eine Aufklärungskampagne. Glawe: „Impfungen gehören zu den wirksamsten präventiven Maßnahmen.“

Impfmuffel im Gesundheitswesen

Mediziner gehen davon aus, dass die Grippewelle 2017/2018 deutlich milder ausgefallen wäre, wenn sich mehr Menschen impfen lassen hätten. Doch die Bereitschaft dazu war mäßig. Bei den über 60-Jährigen beispielsweise war nur gut jeder dritte Deutsche geimpft.

In Rostock seien viele Senioren impfwillig, sagt Kerstin Neuber vom Gesundheitsamt. Sie sieht Nachholbedarf bei den Jüngsten. „Da in der letzten Saison viele Kinder an Influenza erkrankten, wäre es ratsam, diese in Gemeinschaftseinrichtungen impfen zu lassen.“ Das sei schon ab einem Alter von sechs Monaten möglich. Die Spritze gibts nicht nur beim Hausarzt, sondern auch bei den Gesundheitsämtern, die landesweit mehr als 20 000 Impfdosen vorrätig haben.

Im Gesundheitswesen selbst ist Grippeschutz nicht sehr beliebt. Das Robert Koch-Institut stellte bedenkliche Impflücken fest: Nur etwa jede dritte Pflegekraft in Deutschland und rund 60 Prozent der Ärzte hätten 2017/2018 den Influenza-Schutz gehabt. Viele gaben an, wegen eines schlechten Risiko-Nutzen-Verhältnisses darauf zu verzichten.

Bernstein Antje

An der Mecklenburgischen Seenplatte steht Melanie Ludwig Menschen als seelische Dienstleisterin zur Seite

01.10.2018

Prost, auf den Sieger: Hobbybrauer Markus Krenkler hat das beste Witbier verzapft. Der Ingenieur aus Seevetal (Niedersachsen) setzte sich bei der 2.

01.10.2018

Die besten Sterneköche des Landes bereiteten vor 200 Gästen im Grand Hotel Heiligendamm ein Sechs-Gänge-Menü zu

01.10.2018