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Vogelgrippe: Minister streiten über Stallpflicht

Düsseldorf/Stuttgart/Schwerin Vogelgrippe: Minister streiten über Stallpflicht

Aus Nordrhein-Westfalen gibt es Kritik an dem landesweiten Einsperren des Geflügels, wie es unter anderem in Mecklenburg-Vorpommern wegen der Gefahren durch das H5N8-Virus praktiziert wird.

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Freilaufende Hühner.

Quelle: Arne Dedert/archiv

Düsseldorf/Stuttgart/Schwerin. Wegen der um sich greifenden Vogelgrippe streiten Landwirtschaftsminister einiger Bundesländer über die Stallpflicht als Maßnahme zur Eindämmung der Krankheit. Der baden-württembergische Agrarminister Peter Hauk (CDU) sagte der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“: „Ein Tier, das einige Wochen Gefangenschaft erleben muss, ist besser dran, als eines, das tot ist. Und das Risiko ist real.“

Der nordrhein-westfälische Minister Johannes Remmel (Grüne) sagte der Zeitung dagegen: „Eine generelle Aufstallung hat weitreichende Konsequenzen, auch aus tierschutzrechtlichen Aspekten. Für uns ist das die ultima ratio. Aber so weit ist es noch nicht.“ Die Stallpflicht habe Nachteile: Freilaufende Hühner, Gänse und Enten werden eingesperrt aggressiv und gehen nicht selten aufeinander los.

Bislang haben unter anderem Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen eine landesweite Stallpflicht angeordnet. In Niedersachsen, das Bundesland mit dem größten Geflügelbestand, gilt für 97 Prozent des Geflügels im Land inzwischen die Stallpflicht. In anderen Bundesländern umfasst sie nur spezifische Landkreise oder Regionen. In zwölf der 16 Bundesländer wurden inzwischen mit Vogelgrippe infizierte Wildvögel gefunden. Auch in den Nachbarländern Deutschlands kursiert die H5N8-Epidemie zunehmend.

Seit Anfang November häufen sich in Deutschland bestätigte H5N8-Fälle vor allem bei Wildvögeln. Bei einem Nachweis in einer Geflügelhaltung werden vorsorglich sämtliche Tiere getötet.

dpa/lsw

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Katzen und Hunde sind in Mecklenburg-Vorpommern wegen der Geflügelpest derzeit in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. (Symbolfoto)

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