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MV aktuell Vogelgrippe: Zoo bleibt vorerst zu
Nachrichten MV aktuell Vogelgrippe: Zoo bleibt vorerst zu
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00:27 12.01.2015
Bei dem Roten Ibis wurde im Rostocker Zoo das hochansteckende Vogelgrippevirus H5N8 entdeckt. Quelle: Joachim Kloock
Rostock

In Rostock ist bei einem weiteren Tier das hochansteckende Vogelgrippevirus H5N8 nachgewiesen worden. Daraufhin wurden der Rote Sichler — auch Roter Ibis genannt — sowie 17 andere Vögel, die in diesem Gehege gehalten wurden, getötet. Dabei handelte es sich um weitere Ibisse sowie um Nacht- und Seidenreiher, teilte das Agrarministerium am Samstag in Schwerin mit.

Bereits am Donnerstag waren zwölf Weißstörche im Rostocker Zoo getötet worden, sie waren alle mit H5N8 infiziert gewesen. Auch im selben Stall untergebrachte Enten und Gänse wurden getötet.

Zusätzlich wurde die Untersuchung aller rund 500 Vögel im Zoo angeordnet. Wie der Sprecher des Ministeriums gestern berichtete, hat sich inzwischen herausgestellt, dass alle 23 getöteten Enten ebenfalls das Virus H5N8 trugen.

Der Zoo bleibt weiter geschlossen. Der Schweriner Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) bat um Verständnis: „Wir versuchen, die teilweise seltenen Arten im Zoo zu schützen, damit der Verlust für die biologische Vielfalt möglichst gering bleibt. Doch es ist auch klar, dass wir bei weiteren Funden weitere Tötungen vornehmen müssen.“ Die bisherigen Untersuchungen hätten keinen Aufschluss darüber erbracht, wie das Virus in den Zoo gelangt ist.

Für das Stadtgebiet Rostocks ist die Stallpflicht ausgerufen worden. In der Hansestadt leben nach Angaben von Ministeriumssprecher Constantin Marquardt insgesamt 5900 Nutzgeflügel, meist Legehennen.

Den Mitarbeitern des Zoos, die derzeit fast rund um die Uhr arbeiten, gingen die Tötungen „sehr an die Nieren“, sagte Zoodirektor Udo Nagel gestern. Die Entscheidung, wann der Zoo wieder öffnet, soll heute fallen.



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