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00:05 27.07.2016

Faulenzen statt Büffeln, Freunde treffen statt die Schulbank zu drücken: Nach einem anstrengenden Jahr begann mit den Sommerferien für viele Schüler die schönste Zeit des Jahres. Doch die wenigsten fahren über die kompletten sechs Wochen in den Urlaub. Viele verbringen einen Großteil ihrer Zeit in der Heimat. Damit keine Langeweile aufkommt, bieten zahlreiche Verbände, Jugendhäuser und Freizeitzentren unterschiedlichen Ferienspaß an.

Über eine zu geringe Nachfrage nach dem Schülerferienprogramm können sich die Veranstalter in Mecklenburg-Vorpommern nicht beschweren. Ob auf dem Land oder in der Stadt: Die Angebote werden erfahrungsgemäß gerne genutzt, wie eine Umfrage ergab. „Das Interesse ist groß“, sagte Andreas Beck, Sprecher des Landesjugendrings MV.

Die Institution listet zahlreiche nichtkommerzielle Ausflugsmöglichkeiten von öffentlichen und freien Trägern in einem Ferienkalender auf. Die etwa 70 Angebote bieten für rund 3600 Kinder und Jugendliche Freizeiten – darunter Jugendcamps in Güstrow, Barth und am Schweriner See sowie Märchenabenteuer auf Schloss Boitzenburg. Aber auch Ferienlager am Strand werden in dem Sammelsurium gelistet – so wie im Osteseebad Kühlungsborn oder in Rerik im Landkreis Rostock. Wer sich kreativ austoben will, findet auch Werkstätten etwa in einem Filmbüro in Wismar und Musik-, Spiel- und Sportangebote auf Schloss Dreilützow. Auch ein Selbstfindungscamp für Mädchen ist dabei. Trotz der vielfältigen Möglichkeiten sieht Beck eine Lücke: „Für Kinder, die aus finanziell benachteiligten Familien kommen, ist es deutlich schwerer, ein Ferienangebot zu finden.“ Die Teilnahmegebühren schwanken je nach Ort und Aktivität zwischen rund 50 und 400 Euro.

Um die Kosten tragen zu können, müssten sich Eltern zusätzlich um Förderung bei Kommunen, Wohlfahrtsverbänden und Stiftungen bemühen – das sei nicht immer so einfach. Das Hilfsprogramm „Kinder brauchen Ferien“, bei dem bedürftige Familien unterstützt wurden, sei 2014 ausgelaufen.

Auch Zoos und Museen beteiligen sich mit Aktionen an dem Ferienprogramm im Nordosten – etwa das Ozeaneum in Stralsund, das Phantechnikum in Wismar oder das Schlossmuseum in Schwerin.

In der Landeshauptstadt haben Jugendclubs und -treffs sowie Kultureinrichtungen auch wieder ein Ferienprogramm auf die Beine gestellt. Die Beiträge übersteigen selten fünf Euro. Die Veranstaltungen stehen allen offen – auch Flüchtlingskindern. Aktionen extra für Flüchtlinge gibt es aber auch.

Neben Schwerin locken auch Neubrandenburg und Greifswald mit Kindertheatern, Abenteuerparks und Kunsttagen. Wer Angebote an mehreren Orten nutzen will, kann mit einem Ferienticket für 30 Euro bis Ende August mit Bus und Bahn durchs Land reisen.

Aleksandra Bakmaz

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