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MV aktuell Vorpommern-Rat legt los Gremium soll Osten von MV helfen – aber Probleme gibt es auch im Westen
Nachrichten MV aktuell Vorpommern-Rat legt los Gremium soll Osten von MV helfen – aber Probleme gibt es auch im Westen
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00:08 11.04.2018
„Es ist ja gut, wenn Kümmerer vor Ort eingesetzt werden, aber das sollte man nicht an Landes- grenzen festmachen.“ Silvio Witt (parteilos) Oberbürgermeister Neubrandenburg

. Vorpommern im Fokus: In Anklam beginnt heute der Vorpommern-Rat mit seiner Arbeit. Er soll über Gelder aus dem Fonds zur Förderung des östlichen Landesteils mitentscheiden und Vorpommern- Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD) unterstützen. Doch der Einsatz des Extra-Gremiums ist umstritten, Kritik wird laut an der strikten Abgrenzung Vorpommerns von Mecklenburg, wo es auch strukturschwache Regionen gibt.

„Es ist ja gut, wenn Kümmerer vor Ort eingesetzt werden, aber das sollte man nicht an Landes- Grenzen festmachen“, sagt Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos). „Besser wäre es, Kommunen und Ämter finanziell so aufzustellen, dass sie ihre eigenen Strukturen weiterentwickeln können.“

Denn auch im Kreis Mecklenburgische Seenplatte, dessen Kreisstadt Neubrandenburg ist, gehe es vielen Gemeinden nicht gut. Tatsächlich belegen statistische Daten, dass die Wohlstandsgrenze innerhalb des Landes keineswegs nur zwischen Mecklenburg und Vorpommern verläuft:

Die Arbeitslosenquote liegt an der Mecklenburgischen Seenplatte bei 10,7 Prozent und damit leicht über der von Vorpommern-Greifswald (10,6 Prozent).

Vorpommern-Rügen ist mit 10,9 Prozent Schlusslicht, Ludwigslust-Parchim mit 6,2 Prozent Spitzenreiter.

Dafür haben haben die Arbeitnehmer in Ludwigslust-Parchim die geringsten Einkommen: Sie verdienten im Schnitt 24016 Euro brutto im Jahr (Stand 2015). Vorpommern-Rügen liegt auf dem vorletzten Platz (24138 Euro), hinter dem Landkreis Rostock (24236 Euro). Vorpommern-Greifswald liegt mit 24861 Euro im Mittelfeld. Am meisten verdienen die Schweriner (29024 Euro).

Beim Bruttoinlandsprodukt pro Kopf und Jahr liegt Vorpommern dann doch ganz hinten: Vorpommern-Greifswald mit 50054 Euro ist kaum besser dran als Vorpommern-Rügen (49922 Euro). Vorne liegt die Rostock (61777 Euro), bei den Kreisen führt Nordwestmecklenburg (55514).

Ein Grund für das schlechte Abschneiden Vorpommerns ist der vergleichsweise geringe Anteil, den das verarbeitende Gewerbe dort an der Gesamtwirtschaft hat: Während er im Westen des Landes (Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim) über 15 Prozent liegt, sind es im Osten weniger als 10 Prozent.

Staatssekretär Dahlemann findet es daher weiterhin richtig, dass gezielt Vorpommern gefördert wird und nicht alle strukturschwachen Regionen. Ziel müsse bleiben, gleichwertige Lebensbedingungen im ganzen Land zu schaffen.

Axel Büssem

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