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MV aktuell Vorpommern: Sellering fordert Mut zu Großprojekten
Nachrichten MV aktuell Vorpommern: Sellering fordert Mut zu Großprojekten
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00:00 07.06.2017
Anklam

Letzter Arbeitstermin für Erwin Sellering in Vorpommern: Der scheidende SPD-Ministerpräsident hat gestern in Anklam (Kreis Vorpommern-Greifswald) von den Menschen im östlichen Landesteil mehr Mut und Entschlossenheit bei der Planung und Umsetzung großer Vorhaben gefordert.

„Wir müssen zusammen mit den entsprechenden Akteuren dafür sorgen, solche Projekte umzusetzen“, sagte der schwer erkrankte Regierungschef. Im Hinblick auf den Start seiner eigenen landespolitischen Karriere in Greifswald resümierte Sellering: „Hier schließt sich für mich der Kreis. Als ich 1998 politisch in Vorpommern anfing, haben wir die Usedomer Bäderbahn und den Industriehafen Lubmin auf den Weg gebracht.“ Diese und ähnliche Pläne hätten bereits damals viele Gespräche gekostet.

Der Regierungschef räumte trotzdem ein, dass sich die Region im Rückstand befinde. Sellering: „Es war aber nicht so, dass wir in der Vergangenheit am Kabinettstisch darüber nachgedacht haben, wie wir Vorpommern benachteiligen können.“

Unterdessen hat die Landesregierung gestern zwei weitere Instrumente beschlossen, die der Region helfen sollen, ihren Rückstand aufzuholen. So soll eine regierungsinterne Lenkungsgruppe dafür sorgen, dass die Entwicklung Vorpommerns künftig in allen Ministerien der Landesregierung einen höheren Stellenwert bekommt. Dem Gremium gehören neben Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD) die Staatssekretäre aller Ministerien an. Mit Hilfe der einflussreichen Runde soll künftig der Weg für größere Vorhaben – auch finanziell – geebnet werden.

Zusätzlich legte das Kabinett gestern einen Vorpommern-Fonds auf, über den in diesem Jahr noch zwei Millionen Euro nach Vorpommern fließen sollen. Ab 2018 sind es drei Millionen Euro pro Jahr, insgesamt 14 Millionen bis 2021. Damit sollen vor allem Kleinprojekte finanziert werden, die das gesellschaftliche Leben in der Region prägen und die Identifikation der Menschen mit ihrer Heimat stärken. Von dem Fonds soll auch die strukturschwache vorpommersche Region Demmin profitieren, die inzwischen zum Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gehört.

Dahlemann zufolge sei das Antragsverfahren offen für alle – neben Konzerten, Dorf- und Feuerwehrfesten können auch junge Talente mit dem Geld gefördert werden. „Dort, wo junge Menschen in der Region richtig gut sind, ist besser werden schwierig“, begründete Dahlemann den offenen Ansatz bei der Mittelvergabe. Das Antragsverfahren sei derart vereinfacht worden, dass als Verwendungsnachweis für das Geld auch ein Foto genügen kann, sekundierte Sellering. Die Finanzexpertin der Linken im Landtag, Jeannine Rösler, sprach indes von „zusammengekratzten Milliönchen“, die ein „Tropfen auf den heißen Stein“ seien und „in Wirklichkeit lediglich Beruhigungspillen“.

Sellering hatte vor wenigen Tagen angekündigt, dass er seine Ämter wegen einer Krebserkrankung aufgibt.

Benjamin Fischer

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