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00:10 12.04.2018
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Staatssekretär Patrick Dahlemann Quelle: Foto: Sauer/dpa

Anklam. Die Landesregierung setzt ihre Bemühungen um eine beschleunigte Entwicklung im Landesteil Vorpommern fort. Gestern berief Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) in Anklam die Mitglieder des neu geschaffenen Vorpommern-Rats, der danach in seiner konstituierenden Sitzung über erste Schwerpunkte seiner Arbeit beriet.

„Im Vorpommern-Rat sitzen Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunalpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft und anderen Bereichen der Gesellschaft, die sich seit vielen Jahren für Vorpommern engagieren. Wir wollen den Rat dieser Aktiven nutzen“, erklärte Schwesig.

Der zehnköpfige Vorpommern-Rat soll unter anderem bei der Verteilung von Mitteln aus dem Vorpommern-Fonds mitreden. In dem Fonds liegen für 2018 rund 4,5 Millionen Euro. An der bisherigen Auswahl der geförderten Projekte hatte es Kritik gegeben. Die Einrichtung des Fonds, die Einsetzung von Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD) und die Berufung des Vorpommern-Rats gelten als Reaktionen der Regierung auf die Unzufriedenheit im Landesosten, die sich zur Landtagswahl 2016 auch in den Erfolgen der AfD dort gezeigt hatte.

Neben einer vergleichsweise schwach entwickelten Wirtschaft und höherer Arbeitslosigkeit als im westlichen Landesteil hatten auch Strukturentscheidungen dazu geführt, dass sich die Bewohner in Vorpommern vielfach abgehängt fühlen. Zwar sei auch im Landesosten in den vergangenen Jahren die Wirtschaftskraft gestiegen und die Arbeitslosigkeit gesunken. „Aber Vorpommern hat es schwerer als andere Regionen. Deshalb richten wir in dieser Wahlperiode ein besonderes Augenmerk auf diesen Landesteil“, betonte Schwesig.

Ziel sei es, Vorpommern gemeinsam voranzubringen. „Die Menschen sollen sehen: Wir nehmen ihre Sorgen ernst und wir tun etwas, um Vorpommern zu stärken“, sagte Schwesig. Allerdings reklamiert auch die ebenfalls strukturschwache Mecklenburgische Seenplatte mehr Landeshilfe für sich.

In der ersten Beratung des Vorpommern-Rats ging es den Angaben zufolge unter anderem um das Thema Digitalisierung. Vor allem in den ländlichen Regionen fehlen bislang leistungsfähige Datennetze, was auch Unternehmen immer wieder beklagen. Zudem sei über Lücken im Nahverkehrsnetz und über die Zusammenarbeit in der Metropolregion Stettin gesprochen worden.

Dem Rat gehören unter anderem die Rektorin der Universität Greifswald, Johanna Eleonore Weber, der Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern, Rolf Kammann, und Demmins Bürgermeister Michael Koch an. „Mir ist es ganz wichtig, die Macher vor Ort mitzunehmen, um auf deren Wissen und Netzwerke zugreifen und deren Expertise in das Regierungshandeln miteinbeziehen zu können“, hatte Dahlemann vor dem Treffen erklärt. Bei der Besetzung war darauf geachtet worden, dass der Vorpommern-Rat regional und geschlechterspezifisch ausgewogen besetzt ist: fünf Männer, fünf Frauen, Kommunalpolitiker von CDU, SPD, eine Bundestagsabgeordnete der Linkspartei, Wirtschaftsförderer und eine Unternehmerin. Zudem gibt es beratende Mitglieder.

Frank Pfaff

OZ

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