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War die „Büchner“ seetüchtig?

War die „Büchner“ seetüchtig?

Hafenkapitän: Bullaugen einen Meter über Wasserlinie

Rostock . Die „Georg Büchner“ sei vor ihrem Untergang 2013 seetüchtig zum Verschleppen gewesen. Das sagte Rostocks Hafenkapitän Gisbert Ruhnke gestern vor dem Amtsgericht Rostock. „Die Berufsgenossenschaft Verkehr hatte das Schiff abgenommen, alle Papiere in Vorbereitung auf das Verschleppen waren in Ordnung.“ Die Verblendungen der Bullaugen seien dicht gewesen, die untersten Bullaugen hätten sich mindestens einen Meter über der Wasserlinie befunden. Das sogenannte Schwimmzertifikat, für welches auch das Unterwasserschiff untersucht wird, sei noch bis Dezember 2014 gültig gewesen. Ruhnke: Man habe „in keinster Weise gedacht, dass das Schiff untergehen könnte“.

 

OZ-Bild

Die „Georg Büchner“ an ihrem letzten Liegeplatz im Rostocker Stadthafen. Sie verließ ihn am 28. Mai 2013.

Quelle: Foto: F. Söllner

Der polnische Anwalt Roman Olszewski wollte unter anderem wissen, warum während der Schleppfahrt keine Crew an Bord war. Ruhnke: „Die ’Büchner’ war ein totes Schiff. Es gab die Beauflagung, das Schiff nicht zu bemannen.“ Die „Büchner“ hätte keine Klassifizierung besessen, es habe keine Toiletten, keine Versorgung gegeben.

Der Hafenkapitän war im Rahmen der Rechtshilfe aufgrund eines Ersuchens aus Polen vernommen worden. Der nichtöffentlichen Vernehmung lag ein sogenannter Beweisbeschluss mit vorgegebenen Fragen zugrunde, so Klaus Weingartz, Richter am Amtsgericht.

Der Untergang des ehemaligen DSR-Ausbildungsschiffes wird seit fast zwei Jahren vor der Seekammer des Bezirksgerichts Danzig verhandelt. Die „Büchner“ war verkauft worden und sollte verschrottet werden. Am 28. Mai 2013 hatte das Schiff – vom polnischen Schlepper „Ajaks“ gezogen – Rostock verlassen. Zwei Tage später sank es bei ruhiger See vor der polnischen Halbinsel Hel.

K. Tuszynska / T. Luczak

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