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MV aktuell Weihnachtsmärkte: Sorge vor Diebstählen größer als vor Terror
Nachrichten MV aktuell Weihnachtsmärkte: Sorge vor Diebstählen größer als vor Terror
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00:05 21.11.2016
In Rostock hat die Polizei die Lage auf dem Weihnachtsmarkt voll im Blick. FOTO: BERND WÜSTNECK/DPA

. Wenn die Lichter leuchten, Glühwein ausgeschenkt wird und es nach gebrannten Mandeln duftet, dann ist es soweit: Dieser Tage öffnen viele Weihnachtsmärkte im Land – heute die in Rostock, Wismar und Schwerin. Für die Sicherheit haben die Veranstalter in Zusammenarbeit mit Polizei und Behörden Konzepte erstellt. Das größte Risiko sehen die Behörden dabei nicht in Terroranschlägen.

Es weihnachtet im ganzen Land

Mehr als 50 Weihnachts- und Adventsmärkte gibt es in diesem Jahr in Mecklenburg-Vorpommern. Der größte ist der in Rostock. Manche Märkte wie die in Grevesmühlen, Ribnitz-Damgarten oder Wolgast dauern nur einen oder wenige Tage. Die Märkte in den großen Städten haben dagegen den ganzen Advent über geöffnet.

Rostock bereitet sich auf alle Eventualitäten vor. „Unser Konzept umfasst alle gefährdenden Szenarien von Anschlägen bis hin zu Unwetter“, sagte die Geschäftsführerin der Großmarkt Rostock GmbH, Inga Knospe. So gibt es wieder eine mobile Polizeiwache. „Um für Sicherheit zu sorgen, arbeiten wir mit der Polizei und einem privaten Sicherheitsdienst zusammen“, erklärt Knospe. Dabei soll der Weihnachtsmarkt nicht wie ein Hochsicherheitstrakt wirken. „Wichtig ist uns, dass unsere Gäste nicht merken, wie abgesichert der Markt ist.“ Angst vor Terroranschlägen verspüre Knospe unter den Gästen nicht. Im vergangenen Jahr sei die Besucherzahl mit 1,3 Millionen stabil geblieben.

Auch das Schweriner Innenministerium bestätigt, dass konkrete Gefährdungen durch Terror auf Weihnachtsmärkten im Land nicht vorliegen. Die Polizeipräsidien sind aber aufgefordert, sich mit den Ordnungsbehörden abzustimmen. Wie viele Beamte im Einsatz sein werden, werde aktuell noch geplant.

Arno Teegen, Geschäftsführer der Schweriner Weihnachtsmarkt GmbH, glaubt nicht, dass die Besucher verunsichert sind. Für den Schweriner Weihnachtsmarkt, der bis 30. Dezember geöffnet hat, hofft er wieder auf etwa eine Million Gäste. „Solche schlimmen Geschehnisse müssen auch mal in den Hintergrund rücken“, fordert Teegen. Immerhin gebe es andere Gefahren auf Weihnachtsmärkten, die man eher im Blick haben müsste. Fußstreifen seien deswegen auch hier täglich unterwegs.

Ein Kriminalitätsschwerpunkt auf Weihnachtsmärkten ist der Taschendiebstahl, sagt der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft GdP, Christian Schumacher: „

Auch einfache Körperverletzungen sind nicht ungewöhnlich.“ Die Polizei werde auf allen Weihnachtsmärkten präsent sein – auch wenn sich die ohnehin angespannte Personalsituation durch häufigere Krankschreibungen im Winter verschärfe.

In Neubrandenburg sehen die Veranstalter des Weberglockenmarktes kein sonderliches Risiko. „Unsere Besucherzahlen sind ständig gestiegen“, sagte Birgit Schaffner vom Veranstaltungszentrum Neubrandenburg. Ordnungsamt, Polizei und Sicherheitsdienst sollen den Markt, der vom 24. November bis zum 21. Dezember geöffnet hat, permanent überwachen.

Ähnlich sieht es auch in Greifswald aus. „Die Terrorgefahr schätzen wir als gering ein. Das Hauptrisiko für Schäden oder Verletzungen rührt von alkoholisierten Besuchern oder extremen Witterungen“, sagte Stadtsprecherin Bärbel Lenuck. Täglich sollen Streifen über den Markt patrouillieren.

Ann-Christin Schneider

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