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Weißes Damwild bei Karlshagen gesichtet

Peenemünde Weißes Damwild bei Karlshagen gesichtet

Forst-Experte Adolphi: Farbanomalien gar nicht so selten

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Ein weibliches Damwild mit weißem Fell wurde zwischen Karlshagen und Peenemünde auf Usedom entdeckt.

Quelle: Foto: Tilo Wallrodt

Peenemünde. Der Frühaufsteher kann nicht glauben, was er da am Morgen sieht: Das Tier, das ihm zwischen Peenemünde und Karlshagen auf Usedom vor die Kamera läuft, ist wirklich ein seltener Anblick für unseren Fotografen Tilo Wallrodt. Doch das „weiße Reh“, das er glaubte in der Nähe des Parkplatzes „Kienheide“ fotografiert zu haben, erweist sich nach genauem Hinsehen von Fachleuten schnell als weibliches Damwild.

Felix Adolphi, Leiter des Forstamtes Neu Pudagla, erklärt auf OZ-Nachfrage, dass es beim Damwild nicht ungewöhnlich sei, dass hin und wieder weiße, aber auch schwarze Färbungen in freier Natur vorkommen würden. Von der Legende, dass es demjenigen Jäger großes Unglück bringe, der es erlege, hält Adolphi allerdings nicht viel. Aberglaube sei überhaupt nicht sein Ding. Allerdings rät der Forstamtsleiter dazu, das Tier in der kommenden Jagdzeit nicht zu erlegen. Grund: „Man kann das Stück durch die auffällige Färbung immer wieder leicht identifizieren“, erklärt er. Und da es in einem Familienverband lebe, könne man wertvolle Rückschlüsse auf das Bewegungsmuster des Verbandes innerhalb des Reviers ziehen.

Der zuständige Leiter des Forstreviers Peenemünde, Uwe Wobser, war für eine Stellungnahme leider nicht erreichbar. Bekannt ist aber, dass im Jagdrevier Karlshagen/Peenemünde der Bestand an Damwild relativ hoch ist.

Im Internet kann man Ähnliches zu diesem farblichen Phänomen des Damwildes lesen: „Im Vergleich zu anderen wildlebenden Huftieren kommen beim Damhirsch Farbanomalien verhältnismäßig häufig vor.

Dieses häufige Auftreten ist vermutlich auf die jahrhundertelange halbdomestizierte Haltung in Hirschparks zurückzuführen.“ In freier Wildbahn weisen heute von zehn Damhirschen einer bis drei eine von der normalen Färbung abweichende Fellfarbe auf. Die normale Fellfärbung ist im Sommer auf der Oberseite hell-rötlichbraun mit weißen Flecken, auf der Unterseite weißlich; im Winter ist die Oberseite dunkelbraun. Stefan Brümmer

OZ

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