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MV aktuell Weiter Verspätungen – bei der Bahn läuft’s noch nicht rund
Nachrichten MV aktuell Weiter Verspätungen – bei der Bahn läuft’s noch nicht rund
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00:01 10.10.2017

. Vier Tage nach Sturmtief „Xavier“ kämpfte die Bahn gestern im Nordosten noch immer mit den Folgen. Auf der Pendlerstrecke Schwerin – Hamburg rollte der Verkehr am Montag erst eingleisig, wie ein Bahnsprecher in Berlin sagte. Alle zwei Stunden fuhren Nahverkehrszüge, allerdings teilweise mit Verspätungen. Die Intercitys fielen weiterhin aus. Grund seien massive Streckenschäden, die erst zum Teil behoben seien, sagte der Sprecher.

Auf der Fernstrecke Berlin – Ludwigslust – Hamburg rollte der Verkehr zum Wochenstart ebenfalls nur eingleisig. Züge ab Hamburg fuhren wieder normal, in Richtung Hamburg wurden sie weiter über Stendal und Uelzen umgeleitet, die Reisezeit verlängerte sich nach Angaben des Sprechers um etwa eine Stunde.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern gab es noch weitere Störungen. Die Regionalexpress-Linie 5 verkehrt seit gestern zwischen Rostock und Berlin Südkreuz sowie zwischen Stralsund und Neubrandenburg, wie es hieß. Zwischen Neubrandenburg und Neustrelitz sei ein Busersatzverkehr im Stundentakt eingerichtet. Auf allen Linien müsse noch mit Verspätungen und Teilausfällen gerechnet werden.

Auf der Regionalexpress-Strecke RE 4 Lübeck – Güstrow – Pasewalk fuhren die Züge den Angaben zufolge wieder normal, allerdings verkehren bis Ueckermünde und Stettin dann Busse.

Busverkehr gab es demnach auch zwischen Bad Doberan und Wismar.

Die Beseitigung der Sturmschäden ist nicht ungefährlich: In Stralendorf bei Schwerin wollte am Wochenende ein 37-jähriger Mann einen vom Sturm angebrochenen Ast auf seinem Grundstück absägen. Dazu sei er auf den Baum geklettert, habe aber das Gleichgewicht verloren, teilte die Polizeiinspektion Ludwigslust mit. Aus etwa vier Metern sei er abgestürzt und habe sich am Rücken verletzt. Er kam ins Krankenhaus.

Nach bis zu drei Tagen ohne Strom konnte der Energieversorger Wemag am Sonntag die letzten Kunden wieder ans Netz anschließen. In der Spitze saßen 35 000 Kunden in Südwestmecklenburg und der angrenzenden brandenburgischen Prignitz im Dunkeln. „„Xavier“ hat die bislang schwersten Schäden an den elektrischen Anlagen in der Geschichte der Wemag verursacht“, sagte Unternehmenssprecherin Diana Kuhrau.

Welche Rechte haben Fahrgäste beim Zugausfall?

25 Prozent des Fahrkartenwerts bekommen Fahrgäste ab einer Verspätung von einer Stunde erstattet. Kommt der Zug mehr als zwei Stunden zu spät an, wird die Hälfte des Fahrpreises zurückgezahlt. Es gilt dabei nicht, mit welcher Verspätung Reisende starten, sondern mit welcher sie am Zielort ankommen. Außerdem dürfen Bahnfahrer ab einer erwarteten Verspätung von einer Stunde von ihrer Reise zurücktreten. Sie können sich dann den gesamten Ticketpreis erstatten lassen.

Auch bei Zugausfall können Reisende sich den kompletten Ticketpreis zurückerstatten lassen. Zur einfachen Abwicklung gibt es ein Fahrgastrechteformular am Schalter der Deutschen Bahn und auf der Internetseite www.bahn.de zum Ausdrucken (Suchbegriff: Fahrgastrechteformular). Das ausgefüllte Formular müssen betroffene Bahnreisende samt der Fahrkarte oder einer Kopie per Post einsenden (Adresse: Servicecenter Fahrgastrechte, 60647 Frankfurt/Main.) Außerdem hat die Bahn für Fahrten, die von Sturmschäden betroffen sind, generell die Zugbindung aufgehoben. Fährt ein anderer Zug in die gleiche Richtung können also auch Reisende mit einem Sparticket auf diesen umsteigen.

Iris Leithold

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