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MV aktuell Welterbe: Schwerins steiniger Weg
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00:01 14.10.2016

. Bei der Schweriner Weltkulturerbe-Bewerbung rückt die Kulturlandschaft rund um das Schweriner Schloss stärker in den Blick. Bei einer internationalen Tagung, die gestern im Neustädtischen Palais begann, stehe dieser Aspekt im Mittelpunkt, sagte Schwerins Welterbemanagerin Claudia Schönfeld zum Auftakt.

Der ursprüngliche Plan, nur das Schloss zum Weltkulturerbe zu erklären, gilt als gescheitert. Heute lautet der Titel der Schweriner Bewerbung „Residenzensemble Schwerin – Kulturlandschaft des romantischen Historismus“.

Zu der Kulturlandschaft werden derzeit neben dem Schloss und den zum Residenzensemble gehörenden Gebäuden, wie Staatliches Museum, Staatstheater und Staatskanzlei, auch der Schlosspark, der Küchengarten und Teile des Schweriner Sees gezählt, wo im 19. Jahrhundert weite Blickachsen geschaffen wurden. So steht auf dem gegenüberliegenden Ufer das einst großherzogliche Schloss Raben-Steinfeld. Dazwischen liegt die Insel Kaninchenwerder mit einem Aussichtsturm aus dem späten 19. Jahrhundert.

Bei der Tagung mit rund 90 Teilnehmern soll unter anderem besprochen werden, wie weit die Kulturlandschaft für die Welterbe-Bewerbung gefasst werden sollte, sagte der Dresdner Kunsthistoriker Marcus Köhler, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Schweriner Bewerbung. Vorschläge reichen bis zu Schloss und Park Wiligrad, rund 15 Kilometer nördlich des Schweriner Schlosses am Ufer des Sees gelegen. Auch zu diesem einst großherzoglichen Schloss aus dem 19. Jahrhundert gibt es eine historische Blickachse.

Der Ludwigsluster Bürgermeister Reinhard Mach (parteilos) hat auch die Barockstadt mit herzoglichem Schloss – 35 Kilometer südlich von Schwerin gelegen – ins Gespräch gebracht. Dort hatten die Mecklenburg-Schweriner Herzöge 70 Jahre lang residiert und eine Reißbrett-Stadt mit Schloss errichtet, bevor das Schweriner Schloss umgebaut wurde, der Hof zurückzog und die historische Altstadt ihr heutiges Gesicht erhielt. Der wissenschaftliche Beirat empfahl jedoch nach der ersten Welterbe-Tagung, den Antrag jetzt nicht entsprechend zu erweitern.

Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider (SPD) sagte, es sei ein steiniger Weg, den Antrag so zu schärfen, dass er Aussicht auf Erfolg hat. Auf der deutschen Liste stehen derzeit 18 Vorschläge.

OZ

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